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Barmstedt : BALL und Initiative fordern weiteres Gutachten

vom
Aus der Redaktion der Barmstedter Zeitung

Mit den Lärmemissionen der Meierei Barmstedt wird sich der Umweltausschuss der Stadt morgen beschäftigen. Die Barmstedter Linke Liste (BALL) und zahlreiche Anwohner rund um die Mühlenstraße und den Feenkamp fordern ein aktuelles Lärmgutachten. So soll unter anderem einem tieffrequenten Brummen auf die Spur gekommen werden.

shz.de von
erstellt am 27.Jan.2016 | 16:00 Uhr

Barmstedt | Die Barmstedter Linke Liste (BALL) will ein aktuelles Lärmgutachten zur Meierei Barmstedt erstellen lassen. Der entsprechende Antrag der Fraktion soll am morgigen Donnerstag während der Sitzung des Umweltausschusses behandelt werden. Die Anwohner der Meierei hatten sich zuvor in einem Schreiben an die Politik gewandt und um Unterstützung gebeten. Die BALL beantrage, dass die Stadt ein aktuelles Gutachten hinsichtlich tieffrequenter Geräusche, Lärmemissionen von Lkw auf dem Betriebsgelände der Meierei, einzuhaltender Lärmgrenzwerte im Wohngebiet und Feinstaub erstellen lasse, sagt Helmut Welk, der für die BALL im Umweltausschuss sitzt.

Der Wunsch nach einem aktuellen Lärmgutachten geht laut Frank Herzog von der Meierei-Initiative darauf zurück, dass wesentliche Punkte bei den bisher erstellen Gutachten keine ausreichende Berücksichtigung gefunden hätten. Die Anwohner hatten sich daher noch einmal an das Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume gewandt – doch das habe sich mit den einzelnen Punkten nicht detailliert auseinander gesetzt, kritisiert die Initiative. „Es gibt so viele Fragezeichen, das müsste stärker untersucht werden“, sagt auch Welk.

Im Fokus der Anwohner steht unter anderem das tiefe Brummen, das von der Meierei ausgehe. „Man hört es am besten, wenn man zu Hause ist, alle Fenster geschlossen sind und sich dann schlafen legt“, sagt Herzog. Im vergangenen Jahr habe es bereits eine Dauermessung seitens der Meierei bei einem Anwohner am Feenkamp gegeben. Damit habe man herausfinden wollen, wo das Geräusch herkommt. Die Quelle habe man nicht gefunden, so Herzog. „Die Dauermessung hat aber gezeigt, dass bei fraglicher Frequenz Grenzwerte überschritten werden. Das Geräusch ist definitiv da“, sagt er. Selbst Schallschutzmaßnahmen würden gegen den tiefen Ton nicht wirken. Das Brummen bleibe. „Die Anwohner sind seit Jahren diesen Geräuschen ausgesetzt“, ergänzt Welk.

In ihrem Anschreiben an das Ministerium – das öffentlich zugänglich ist – kritisiert die Initiative unter anderem, dass die komplexe Problematik in nur drei kurzen Messungen abgehandelt wurde. Zudem trete das Geräusch schwankend auf. „Gewisse Tage sind ruhiger als andere“, sagt Herzog. Die Messung sei aber vorgenommen worden, als das Brummen ein überraschend niedriges Niveau erreicht hatte.

„Wir möchten ein neues Gutachten“, so Welk abschließend. Punkte wie die von den Lkw auf dem Betriebsgelände ausgehende Lärmbelastung sollten überarbeitet, andere Punkte wie das tiefe Brummen oder die Feinstaubbelastung erstmals richtig untersucht werden. Die Sitzung in der Kommunalen Halle des Barmstedter Rathauses, Am Markt 1, beginnt um 19.30 Uhr. Die umfangreichen Unterlagen und der BALL-Antrag sind im Internet im Sitzungskalender der Stadt Barmstedt einsehbar.

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