Neubaugebiet in Offenau : Baggern, verlegen, anschließen

Im gesamten Neubaugebiet liegen Leitungen und Rohre. Diese Arbeiter fügen Lichtwellenleiter zusammen.
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Im gesamten Neubaugebiet liegen Leitungen und Rohre. Diese Arbeiter fügen Lichtwellenleiter zusammen.

Im Neubaugebiet Eichenring in Offenau laufen die Erschließungsarbeiten auf Hochtouren – wir haben uns dort umgesehen.

shz.de von
17. August 2018, 16:00 Uhr

Bokholt-Hanredder | Zahlreiche Erdhaufen, Bagger, Kabelrollen und Leitungen: Wer aktuell zwischen Barmstedt und Elmshorn unterwegs ist, dem fallen unweigerlich die Bauarbeiten in Offenau ins Auge. Kurz vor der Stadtgrenze von Elmshorn laufen die Erschließungsarbeiten für das Neubaugebiet Eichenring. Wer von der Straße aus tiefer in das Areal vordringt, entdeckt hinter den vielen aufgeschütteten Erdhaufen aus Sand und dunkler Erde auch die Arbeiter. Lichtwellenleiter (LWL) werden zusammengeführt, Gruben ausgehoben und Kabel verlegt.

Das Neubaugebiet an der Grenze zu Elmshorn ist eines der größten Projekte, an dem die Gemeinde Bokholt-Hanredder derzeit arbeitet. Bürgermeisterin Katrin Schrade (CDU) ist ebenfalls auf der Baustelle zu Gast und möchte über den aktuellen Stand der Arbeiten informieren. Als Gesprächspartner nimmt sie Polier Florian Imken mit. Er führt mit über das Gelände und kann vieles berichten, was nicht unbedingt in Dokumentationen einfließt.

Begonnen hatten die Erschließungsarbeiten im Juni, beendet sind sie voraussichtlich Ende Oktober – wenn alles planmäßig verlaufe, so Schrade und Imken. Bis dahin gebe es allerdings noch einiges zu tun. Anschließend können die Hausbauer anrücken. „Zurzeit kommen sämtliche Versorgungsleitungen wie Wasser, Strom und Straßenbeleuchtung ins Erdreich“, erklären Schrade und Imken. „Im Einsatz sind sechs Männer und drei Bagger.“ Für die Firma Uhl, die mit den gesamten Erschließungsarbeiten betraut ist, ist das ganze quasi ein Heimspiel. Ihren Firmensitz hat die Firma an der Kaltenweide, nur knapp 400 Meter vom Neubaugebiet entfernt.

Der Rundgang über das Gelände führt unter anderen durch den Eichenring, der einmal eine Tempo-30-Zone werden soll und – wie der Name schon sagt – als Ringstraße um eine Eiche konzipiert ist. Von dort aus sind es nur wenige Schritte bis zu dem Bereich, wo ein flaches Regenrückhaltebecken gegraben wird. „Im Winter steht das Grundwasser recht hoch“, merkt Imken an. „Die Hauseigentümer sollen trockenen Fußes in ihr Heim gelangen können.“

Noch nichts zu sehen ist von der Lärmschutzwand, die sich einmal auf einer Länge von 120 bis 140 Metern an der Landesstraße 75 entlangziehen wird und immerhin 3,50 Meter hoch sein soll. Sie soll im Zuge der Erschließungsarbeiten errichtet werden.

„Es gab hier auch einige unvorhergesehene Zwischenfälle“, berichtet Imken. „So traten massenweise Erdwespen auf, was für die Arbeiter schwierig gewesen ist. Die Insekten wurden von einer Spezialfirma fachgerecht umgesiedelt.“ Die anhaltende Trockenheit führte zudem zu Staubproblemen, die aber mit dem Einsatz von Grundwasser aus einem eigens gebohrten Brunnen auf dem Areal gemeistert wurden. Alles in allem sei sie zufrieden mit dem Baufortschritt, so Bürgermeisterin Katrin Schrade.

In dem neuen Baugebiet entstehen 27 Wohneinheiten – Einfamilien- und Doppelhäuser. Dadurch steigt die Einwohnerzahl der Gemeinde, die jetzt bei etwa 1230 liegt (Stand Dezember 2016) um etwa 80. Bokholt-Hanredder steht laut Landesentwicklungsplan bis zum Jahre 2025 ein maximaler Rahmen für die Wohnungsbauentwicklung von etwa 60 Wohneinheiten zu. Wer mit dem Gedanken spielt, im Neubaugebiet ein Haus zu bauen, der hat laut der Bürgermeisterin noch Gelegenheit dazu: Ein Grundstück ist noch frei.

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