Freizeit : Badestelle in Barmstedt: Regeln für private Feiern

Die Badestelle am Rantzauer See kann für Feiern gebucht werden.
Die Badestelle am Rantzauer See kann für Feiern gebucht werden.

Stadtwerke erarbeiten Bedingungen für die Nutzung des Geländes am Rantzauer See durch Bürger und Vereine. Die Miete kostet bis zu 300 Euro pro Tag.

shz.de von
04. Juli 2018, 13:00 Uhr

Barmstedt | Wer am Wochenende an der Badestelle am Rantzauer See eine private Party feiern möchte, muss dafür während der Freibad-Saison 300 Euro zahlen. Wer einen Termin außerhalb der Saison wählt, zahlt 100 Euro weniger. Für Barmstedter Schulen und Vereine kostet jeder Tag 60 Euro – immer vorausgesetzt, die Stadtwerke genehmigen den Antrag. Diese Vorgaben hat der Werkausschuss während seiner jüngsten Sitzung mit dem Nutzungskonzept beschlossen, das die Stadtwerke ausgearbeitet hatten.

Außer den Preisen sind in den Bestimmungen weitere Dinge geregelt, etwa, dass offenes Feuer nicht gestattet ist, Fackeln oder ähnliches, „was den Rasen und den Strandsand nicht beeinträchtigt“, dagegen schon. Und um die am See lebenden Wasservögel zu schonen, sind Feuerwerk und „andere pyrotechnische Darstellungen“ während der Brutzeit und der Aufzucht der Jungtiere untersagt.

Die Regelungen sind erlassen worden, weil es Unmut über die Nutzung der Badestelle gegeben hatte. Wie berichtet, waren etwa im vergangenen Jahr die brütenden Schwäne durch ein Feuerwerk verscheucht worden, das eine Gesellschaft auf der Liegewiese gezündet hatte. Zudem hatte die Politik Transparenz hinsichtlich der Preisgestaltung und Vergünstigungen für gemeinnützige Kitas, Schulen und Vereine gefordert. Ein erster Entwurf war abgelehnt worden. Der neue sei mit Hilfe von Marina Quorin-Nebel (Grüne) entstanden, wie Werkleiter Fred Freyermuth dankend anmerkte.

Der Ausschank von Getränken in Gläsern oder das Mitbringen von Flaschen ist den Nutzern der Badestelle künftig nicht mehr gestattet – sie sollen sich dafür an das benachbarte Restaurant wenden, heißt es in den Bedingungen. Für Raucher seien „ausreichende und deutlich erkennbare Aschenbecher vorzuhalten“, und das Entfernen von Kippen aus Rasen und Strandbereich muss der Veranstalter übernehmen. Tiere dürfen die Nutzer nicht mitbringen, und auch das „Einschlagen von Ankern oder Eindrehen von Schraubhaken“ ist wegen der im Rasen installierten Maulwurfsperre nicht gestattet. Schwimmen und Planschen sind nur eingeschränkt erlaubt: „Die Nutzung der Wasserfläche ist entweder durch geeignete Maßnahmen zu unterbinden oder durch eine qualifizierte Aufsicht abzusichern“, heißt es in den Vorschriften. Je nach Größe der Veranstaltung seien zudem „Rettungskräfte vorzuhalten“.


Sanitärbereich im Winter eingeschränkt nutzbar

Theoretisch sind Veranstaltungen auf dem Gelände während des gesamten Jahres möglich. Während der Wintermonate sei der Sanitärbereich allerdings nur eingeschränkt nutzbar. Über die Anträge zur Nutzung der Badestelle entscheiden die Stadtwerke – die sich aber „insbesondere während der Brutzeit der Schwäne vorbehalten, sie abzulehnen“, so Freyermuth. Regulär ist die Badestelle täglich von 10 bis 20 Uhr geöffnet.
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