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Barmstedter Zeitung

22. Oktober 2017 | 03:16 Uhr

Baby verbrüht sich an heißem Wasser

vom
Aus der Redaktion der Barmstedter Zeitung

Unfall: Säugling schlägt Schüssel um / Rettungshubschrauber fliegt ihn in die Klinik / Verbrennungen nicht lebensbedrohlich

shz.de von
erstellt am 25.Feb.2014 | 16:01 Uhr

Bei einem tragischen Unfall hat gestern Vormittag ein acht Monate alter Junge aus Barmstedt so schwere Verbrennungen erlitten, dass er mit einem Rettungshubschrauber in eine Hamburger Kinderklinik geflogen wurde. Wie die Polizei mitteilte und der Vater – der nicht namentlich genannt werden möchte – im Gespräch mit unserer Zeitung bestätigte, hatte sein Sohn in der Küche auf einer Decke auf dem Fußboden gelegen. In etwa eineinhalb Meter Entfernung habe eine Schüssel auf dem Boden gestanden – gefüllt mit heißem Wasser, das dafür gedacht war, die Babynahrung anzurühren. Seine Frau habe sich nur kurz umgedreht, „und da war es auch schon passiert“, so der Vater: Sein Sohn sei „blitzschnell“ zur Schüssel gekrabbelt und habe sie umgeschlagen. Folge: Das kochend heiße Wasser ergoss sich über beide Arme und Hände des Jungen. „Er hat geschrien wie am Spieß, sagte meine Frau“, berichtete der Vater, der während des Vorfalls nicht zu Hause war. Seine Frau habe sofort kaltes Wasser über das Baby gegossen und ihn benachrichtigt.

Kurz nach dem Unfall trafen ein Notarztwagen, zwei Rettungswagen und die Polizei an der Wohnung ein. Zusätzlich wurde ein Rettungshubschrauber angefordert, der gegen 10.30 Uhr – unter den Blicken zahlreicher Anwohner, Autofahrer und Schaulustiger – auf dem Marktplatz landete. In Begleitung seines Vaters wurde der schwer verletzte Säugling wenige Minuten später ins Wilhelmsstift geflogen, ein katholisches Kinderkrankenhaus in Rahlstedt.

„Er wurde zuerst für einige Stunden betäubt, damit er die Schmerzen nicht spürt“, berichtete der Vater. Von seinen Armen habe sich die gesamte Haut gelöst. „Wenn er aufwacht, wird er sicher wieder wahnsinnge Schmerzen haben.“ Zum Glück seien die Verbrennungen aber nicht lebensbedrohlich.

Sein Sohn werde voraussichtlich etwa zwei Wochen im Krankenhaus bleiben müssen, sagte der Vater. „Operiert wird er nicht, wurde mir gesagt. Aber Narben wird er zurückbehalten.“ Seine Ehefrau – die unter Schock stand – werde ebenfalls bis zur Entlassung ihres Sohnes in der Klinik bleiben.

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