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Was wird aus der Außenstelle? : Awo-Kita - der Kreis drohte mit Schließung

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Aus der Redaktion der Barmstedter Zeitung

Kreis drohte mit Schließung, falls Auflagen nicht erfüllt werden. Politik diskutiert über die Zukunft der Einrichtung.

Barmstedt | Die Drohung des Kreises war deutlich: Wenn die Außenstelle der Barmstedter Awo-Kita am Heederbrook die Brandschutzauflagen nicht erfüllt, werde sie zum 7. Dezember geschlossen. Doch das habe die Stadt abwenden können, wie Bürgermeisterin Heike Döpke (parteilos) während der jüngsten Stadtvertretersitzung berichtete. Laut Verwaltungssprecher Wolfgang Heins hatten Vertreter der Bauaufsicht des Kreises bei einer Begehung der Kita bemängelt, dass es keinen zweiten Rettungsweg gebe und Fluchtwege durch „Brandlasten“ – etwa Garderoben – eingeschränkt seien. Zudem mussten Türen ausgetauscht werden.

In Barmstedt fehlen immer mehr Krippenplätze. Laut Verwaltung stehen derzeit etwa 30 Kinder auf der Warteliste. Es gebe ein Angebot, im ehemaligen Papier-Schmidt-Komplex an der Gebrüderstraße  zwei neue Gruppen der benachbarten Arche-Noah-Kita einzurichten, teilte die Verwaltung im Sozialausschuss mit. Doch die Politiker zeigten sich mit dem Standort nicht glücklich, weil sich dann „alles im Norden ballt“. Zudem solle man auch andere Träger anfragen.

Mittlerweile seien alle Auflagen erfüllt worden, sagte gestern Renate Fehrs, die die Awo-Kita zusammen mit Viola Gottschalk und Karina Bestmann leitet. Um den Betrieb nicht zu stark zu beeinträchtigen, seien die Arbeiten zum Teil am Wochenende oder nachmittags erledigt worden.

Vor Kurzem hatten die Mitglieder des Sozialausschusses auch generell über die Zukunft der Außenstelle diskutiert. „Es müsste vieles modernisiert werden“, hatte Bestmann gesagt und angeregt zu überlegen, „ob man noch mehr Geld hineinsteckt oder gleich neu baut“. Die Außenstelle war 1990 als regulärer Kindergarten eröffnet worden, bevor 1992 der Neubau entstand und die Gruppen umzogen. Mehrere Jahre später wurde die erste Kita offiziell zur Außenstelle.

Doch viele Eltern wollten ihre Kinder lieber ins Haupthaus schicken, wie Gottschalk berichtete. „Da gibt es alles, es ist lichtdurchflutet und größer“, sagte sie. Die Außenstelle sei vielen Eltern zu klein, biete etwa für die 70 Kinder nur zwei Toiletten. „Mit dem neuen Konzept haben wir zwar viel erreicht, aber es ist immer noch schwierig, manche Eltern zu überzeugen“, so Gottschalk. Da die Stadt sowieso neue Kita-Plätze schaffen müsse (siehe Info-Kasten), „können wir das gleich mit überdenken“, schlug Christian Schönfelder (FWB) abschließend vor.

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erstellt am 21.Dez.2016 | 15:00 Uhr

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