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Barmstedter Zeitung

18. Dezember 2017 | 21:35 Uhr

Barmstedt : Autofahrer rammt Verteilerkasten

vom
Aus der Redaktion der Barmstedter Zeitung

Nächtlicher Einsatz auf dem Markt. Stadtwerke unterbrechen Strom- und Wasserzufuhr. Feuerwehr zählt seit Freitag vier Einsätze.

shz.de von
erstellt am 19.Jan.2016 | 10:00 Uhr

Barmstedt | Ein Ausweichmanöver hat am Sonntagabend auf dem Barmstedter Marktplatz einen längeren Einsatz der Feuerwehr und der Stadtwerke ausgelöst: Gegen 21.30 Uhr war ein 21-jähriger Barmstedter mit seinem Auto in Höhe Optiker Siemonsen gegen einen Verteilerkasten gefahren, aus dem sich daraufhin mehrere Kubikmeter Wasser über den Platz ergossen. Er habe einer Katze ausweichen wollen, die plötzlich über die Straße gelaufen sei, erklärte der Autofahrer – der in Richtung Kuhberg unterwegs war – später gegenüber der Polizei.

Zuerst sei eine meterhohe Wasserfontäne aus dem Verteilerkasten geschossen, berichtete Wehrführer Uwe Schinkel gestern auf Anfrage dieser Zeitung. Die Brandbekämpfer, die mit acht Einsatzkräften und zwei Fahrzeugen vor Ort waren, hätten den Bereich abgesperrt, das Wasser von der Straße in die Siele gefegt und Salz gestreut, um Glatteisbildung zu verhindern. „Wir hatten minus sieben Grad“, sagte Peter Jäger (Stadtwerke). Zusammen mit zwei Kollegen versuchte er, die Wasser- und Stromverbindung zu unterbrechen. „Das war gar nicht so einfach, weil die Schieber eingefroren waren“, sagte er. Nachdem es geschafft war, „haben wir noch die Reste zusammengesucht“. Insgesamt habe der Einsatz eine Dreiviertelstunde gedauert – beendet sei er aber noch nicht. „Wir müssen jetzt den Schaden reparieren, das wird etwas dauern, weil wir auch Ersatzteile bestellen müssen“, sagte Jäger. Der Verteilerkasten sei „komplett Schrott“. Bis Donnerstag – wenn wieder Wochenmarkt ist – werde der Schaden aber behoben sein, so Jäger. Über den Kasten beziehen die Händler Wasser und Strom.

Verletzt wurde bei dem Einsatz niemand. Auch das Auto des 21-Jährigen – der nach Informationen dieser Zeitung selbst die Polizei benachrichtigt hatte – wurde laut Polizei nur geringfügig beschädigt. Wie hoch der Schaden für die Stadt ist, konnte Verwaltungssprecher Wolfgang Heins gestern noch nicht sagen. „Das ermitteln wir noch.“

Für die Feuerwehr war der Einsatz erst gegen 22.45 Uhr beendet. Es war der dritte innerhalb von drei Tagen: Am Freitagabend waren die Brandbekämpfer zu einem vermeintlichen Feuer an der Feldstraße gerufen worden, am Sonnabend zu einem schweren Verkehrsunfall auf der L 112 in Groß Offenseth-Aspern. Gestern Nachmittag gab es schon wieder Alarm: Um 14.33 Uhr musste die Wehr zur Schillerstraße ausrücken, um dem Rettungsdienst zu helfen, eine verschlossene Wohnungstür zu öffnen. Auch die Polizei war vor Ort. Die Bewohnerin sei tot aufgefunden worden, teilte die Kripo Elmshorn auf Anfrage dieser Zeitung später mit. Ein Fremdverschulden könnten die Ermittler ausschließen. Die Feuerwehr war mit zehn Kräften und drei Fahrzeugen im Einsatz. „Um kurz nach 15 Uhr waren wir wieder an der Wache“, sagte Schinkel.

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