„Das ist einzigartig“ : Auszeichnung für Reimer Offermann

Reimer Offermann (Mitte) und seine Ehefrau Elke sind während des Heeder Dorffests geehrt worden. Offermanns Stellvertreter Ingo Holm (links) und Helmut Lohse (Zweiter von rechts) sowie Amtsdirektor Heinz Brandt bedankten sich für 40 Jahre Engagement in der Gemeindevertretung.
Reimer Offermann (Mitte) und seine Ehefrau Elke sind während des Heeder Dorffests geehrt worden. Offermanns Stellvertreter Ingo Holm (links) und Helmut Lohse (Zweiter von rechts) sowie Amtsdirektor Heinz Brandt bedankten sich für 40 Jahre Engagement in der Gemeindevertretung.

Seit beinahe einem halben Jahrhundert engagiert sich Reimer Offermann aus Heede als Gemeindevertreter.

shz.de von
04. September 2018, 16:00 Uhr

Heede | So viel Publikum während einer Ehrung kommt nicht so oft vor: Heedes Bürgermeister Reimer Offermann (69) ist vor Kurzem während des Dorffests auf dem Gelände des Dorfgemeinschaftshauses für 40 Jahre Arbeit als Gemeindevertreter ausgezeichnet worden. Der zweite stellvertretende Bürgermeister Helmut Lohse überreichte Offermann einen Gutschein und eine gerahmte Urkunde für den jahrzehntelangen ehrenamtlichen Einsatz für die Gemeinde und darüber hinaus. „Alle Gemeindevertreter, egal welcher Gruppierung, haben die Urkunde unterzeichnet“, betonte er. „Du hast viel Zeit und Engagement für die Bürger der Gemeinde aufgebracht. Das ist einzigartig“, so Lohse. Dieser ganz besondere Einsatz sei anerkennenswert. „Der Dank geht auch an Deine Frau Elke, die Dich immer unterstützt hat“, sagte er weiter und überreichte ihr einen Blumenstrauß.

Offermann zeigte sich gerührt über die Ehrung. „Ich freue mich darüber. Ich mache meine Arbeit gern“, sagte er und bedankte sich bei allen applaudierenden Zuhörern. „Ich möchte meine Aufgaben noch einige Jahre fortsetzen“, kündigte der Bürgermeister an und fügte in seiner gewohnt offenen und humorvollen Art hinzu: „Wenn Ihr mit meiner Arbeit nicht einverstanden seid, gebt mir ruhig etwas zwischen die Hörner.“ Er wolle die Ehrung jedoch nicht nur für sich allein beanspruchen. „Zum Dorf gehören viele Aktivitäten, und viele Gemeindevertreter haben das Wohl der Gemeinde im Auge“, sagte er. Das habe bisher hervorragend gemeinsam funktioniert.

Zahlreiche Gäste waren am vergangenen Wochenende zum Heeder Dorffest gekommen.
Helga Pergande
Zahlreiche Gäste waren am vergangenen Wochenende zum Heeder Dorffest gekommen.
 

Amtsdirektor Heinz Brandt gratulierte ebenfalls. „Das Dorffest, dessen Mitbegründer Du vor 40 Jahren warst, ist ein würdiger Rahmen für diese besondere Ehrung“, sagte er. 40 Jahre Gemeindevertreter zu sein, sei einzigartig. „Das hat bisher in unserem Amtsbereich noch niemand geschafft“, sagte Brandt. Und 24 Jahre das Bürgermeisteramt zu tragen, sei auch eine lange Zeit. Seit 2016 sei Offermann zudem erster stellvertretender Amtsdirektor. Brandt dankte Offermann für die jahrzehntelange gute Zusammenarbeit mit der Amtsverwaltung und überreichte ihm einen Umschlag. „Oft breiten sich Dinge schnell im Dorf aus, aber von dieser Aktion hat mir niemand etwas erzählt“, sagte Offermann überrascht. Seit neun Jahren sei er Rentner und habe Zeit für seine etlichen ehrenamtlichen Aktivitäten, die er gern mache.

Unterdessen nahm das Dorffest seinen Lauf. Ein Umzug und Spiele standen im Mittelpunkt. Spielleiter Jürgen Reese hatte Spiele für die Kinder ausgesucht, in denen es um Geschicklichkeit, Glück und Konzentration ging. Jannis schaffte es, bei dem Spiel „Bepack den Esel“ Stangen auf dessen hölzernen Rücken zu platzieren, ohne dass eine herunterfiel. Das Spinnenwurfspiel hatten die Bufdis der Spieliothek mobil als Abschiedsgeschenk selbst entworfen und gebaut. Beim Umspritzen von Bechern mit dem Strahl aus dem Wasserschlauch waren die Kinder begeistert dabei.

Nach den Spielen bot die Freiwillige Feuerwehr Heede Rundfahrten durch das Dorf an. Erwachsene konnten Armbrust schießen oder darten. Die Malteser boten Schminken an. Mit Adresskarten versehen, stiegen Luftballons in den blauen Himmel. „Möglichst weit soll meiner fliegen, dann kriege ich einen tollen Preis“, sagte Jonas lächelnd. Die Kinder erhielten für die Teilnahme Gutscheine für den Eiswagen, für Wurst und Getränke. „Jedes Kind erhält auch den gleichen Preis, das ist bei uns Tradition“, sagte Offermann. Die zuvor erfolgte Haussammlung für das Dorffest sei erfolgreich gewesen. „Haben wir noch Geld übrig, fahren wir mit den Kindern in den Hansapark“, berichtete Offermann. Das Dorffest würden die Eltern organisieren. In der Cafeteria im Gemeindehaus herrschte trotz des guten Wetters Enge. Viele Freiwillige hatten zum Kuchenbüffet beigetragen. Zum Abschluss gab es Gegrilltes bei der Feuerwehr.

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