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„Aktiv im Kinderschutz“ : Auszeichnung für den SV Hörnerkirchen

vom
Aus der Redaktion der Barmstedter Zeitung

Der Verein wird in dieser Woche für außerordentliches Engagement im Bereich Kinderschutz mit Banner geehrt.

Brande-Hörnerkirchen | Der SV Hörnerkirchen war einer der ersten Vereine, die sich der Initiative „Aktiv im Kinderschutz“ anschlossen. In dieser Woche wird der Verein für sein außerordentliches Engagement in diesem Bereich mit dem Banner der Sportjugend Schleswig-Holstein ausgezeichnet, die das Projekt initiierte. Die Freude darüber ist bei der Vorsitzenden Kerstin Rubart groß. Sie ist neben Vorstandsmitglied Peter Riepen qualifizierte Ansprechpartnerin für Kinder und Jugendliche bei Fragen oder Problemen zu diesem Thema. „Wir haben mittlerweile mehr als 50 qualifizierte Jugendleiter, die über ein erweitertes Führungszeugnis verfügen“, so Rubart. „Mit Fällen von sexualisierter Gewalt mussten wir uns bislang noch nicht auseinandersetzen – glücklicherweise, denn das wäre der Supergau.“

Riepen hebt hervor, dass sich der Verein nicht ausschließlich um sexualisierte Gewalt, sondern Gewalt in allen Formen, kümmere. Dabei sei es gleichgültig, ob sie im Sportverein oder zu Hause geschehe. Der Hörnerkirchener hat sich jahrelang ehrenamtlich im Jugendtreff „Teestube“ engagiert und kennt dadurch die Probleme von Jungen und Mädchen. Als Ansprechpartner hat er sich zur Verfügung gestellt, um auch bei Fragen zur Gewalt helfen zu können.

Die Initiative „Aktiv im Kinderschutz“ ist ein von der Sportjugend Schleswig-Holstein im Landessportverband und ihren Mitgliedsorganisationen initiiertes, landesweites Präventions- und Interventionsprojekt. Damit sollen Sportvereine zum Aufbau und Ausbau von wirksamen Präventionsmaßnahmen gegen sexualisierte Gewalt im Sport motiviert werden und eine „Kultur des Hinsehens“ zur Selbstverständlichkeit machen. Zudem gelte es, den Schutz von Kindern im Verein zu stärken und die Handlungssicherheit aller Beteiligten im Umgang mit dem Thema „Sexueller Missbrauch“ zu verbessern. Zu diesem Zweck wird im Rahmen des Projektes ein auf den Verein zugeschnittener Handlungsleitfaden erarbeitet, der es ihm ermöglicht, eine klare Haltung nach Innen und Außen zu vermitteln und transparente Kommunikationswege zu schaffen. Der Vorstand, die Vereinskinder und -jugendlichen sowie die Übungs- und Jugendleiter sowie Trainer werden in getrennten Veranstaltungen qualifiziert, um dann ihre Vorstellungen wieder zusammenzutragen.

Wenn der Prozess gelingt, sind die Vereinskinder und -jugendlichen stark genug, um Verführungsversuchen zu widerstehen. Die Vereinsmitarbeiter wissen, worauf sie ihre Aufmerksamkeit richten müssen – und der Vereinsvorstand hat klare Regeln für Personaleinstellungen sowie Verdachtsfälle im Bereich der sexualisierten Gewalt.

Der SV Hörnerkirchen wird für sein Engagement ausgezeichnet – und zwar im Rahmen der Sportjugendkulturwoche, die der Verein in den Herbstferien veranstaltet. Während der fünf Veranstaltungstage von heute bis einschließlich Freitag in der Sporthalle Hörnerkirchen wird eine Fülle an Aktivitäten angeboten. „Im vergangenen Jahr nahmen insgesamt mehr als 80 Kinder und Jugendliche an der Sportjugendkulturwoche teil. In diesem Jahr erwarten wir etwa 100“, teilte Jugendwart Christopher Gramm mit. „Wir starten mit unserem Programm heute unmittelbar nach der Anmeldung.“ Es werden eine Gepäckauktion veranstaltet, hohe Sprünge auf dem Trampolin vollzogen und zum Abschluss irische Tänze getanzt. Die folgenden Tage beginnen stets mit einem Frühstück und bieten zudem in den Nachmittagsstunden eine Reihe von Bastelangeboten. Außerdem haben die Kinder Gelegenheit, Schwarzlicht-Minigolf, Badminton und Handball zu spielen.

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