zur Navigation springen
Barmstedter Zeitung

14. Dezember 2017 | 22:34 Uhr

Austausch überm Gemüsebeet

vom
Aus der Redaktion der Barmstedter Zeitung

Barmstedts Willkommens-Team bietet neue Projekte für Flüchtlinge und Bürger an / „Garten der Kulturen“ startet am 27. Februar

shz.de von
erstellt am 19.Feb.2016 | 16:00 Uhr

„Das Warten deprimiert die Flüchtlinge am meisten“, sagt Joachim Baasch. Teilweise hätten sie monatelang nichts zu tun. „Daher freut es uns besonders, dass wir ihnen jetzt drei weitere Projekte anbieten können“, sagt Baasch, der sich im Barmstedter Willkommens-Team engagiert. Am Dienstag startete der Fotografie-Kursus, bei dem es vor allem darum geht, wie Flüchtlinge ihre neue Lebenssituation sehen. „Es ist sehr vielversprechend angelaufen“, so Baasch. Die Gruppe werde sich einmal pro Woche im „Leuchtturm“ treffen, Interessierte können jederzeit einsteigen. Am Ende des Projekts ist eine Ausstellung geplant.

Am Mittwoch, 24. Februar, beginnt ein interkultureller Töpferkursus für Frauen (siehe Info-Kasten). „Das ist hier bei uns Hobby und im Nahen Osten Alltagsarbeit“, so Baasch. Durch das Projekt „wollen wir versuchen, auch die Frauen aus der Reserve zu locken und einzubinden“, so Baasch. Denn bislang gebe es mehr Angebote für Männer, „was vor allem daran liegt, dass nach wie vor deutlich mehr Männer hier sind“. Erst allmählich kämen die Familien nach. Für Teilnehmerinnen mit Kindern werde eine Kinderbetreuung angeboten.

Das dritte Projekt, das konkret feststeht, ist der „Garten der Kulturen“. Er soll auf einem etwa 300 Quadratmeter großen Grundstück im Spitzerfurth 8 entstehen, das die Stadt zur Verfügung stellt. „Wir haben schon viel theoretisch vorbereitet, wollen aber kein Konzept vorgeben, sondern gemeinsam etwas entwickeln“, so Baasch. Zum „Startschuss“, der am Sonnabend, 27. Februar, um 13 Uhr fallen soll, seien alle Interessierten herzlich willkommen.

Die Teilnehmer der Kurse verständigten sich möglichst auf deutsch, sagte Baasch. Darum bemühten sich sehr viele. „Aber wenn das nicht klappt, wird ins Englische gewechselt. Das können auch viele.“ Das langfristige Ziel sei aber, auf deutsch zu kommunizieren. „Die Projekte sollen aber keinen Deutsch-Unterricht ersetzen“, betont Baasch.


Nächste Idee: eine Fahrradwerkstatt


Als nächstes Projekt ist eine Fahrradwerkstatt geplant. „Die Stadt hat uns Räume angeboten, und wir haben auch schon Helfer gefunden, die sich darum kümmern wollen“, so Baasch. Informationen zu diesem und allen anderen, kostenlosen Angeboten erhalten Interessierte im Integrationszentrum „Leuchtturm“, Reichenstraße 6, Telefon (0  41  23) 9  36  96  44.

zur Startseite
Karte

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Die Kommentare wurden für diesen Artikel deaktiviert