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Von Natur und Tieren inspiriert : Ausstellung „Animal Inspirations“ in der Galerie III eröffnet

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Aus der Redaktion der Barmstedter Zeitung

Es sind farbgewaltige Gemälde mit mythischen Bezügen, die in Barmstedt zu sehen sind.

shz.de von
erstellt am 03.Mai.2017 | 13:30 Uhr

Barmstedt | „Ganz symptomatisch für eine klassische Vernissage mit Werken in Öl auf Leinwand ist dieser Geruch der Firnis, der auch hier im Raum schwebt“, sagte Karin Weissenbacher, als sie in ihrer Galerie Atelier III auf der Schlossinsel Rantzau die Bilderausstellung „Animal Inspirations“ des bekannten bulgarischen Künstlers Greddy Assa eröffnete. Er ist Kunstprofessor an der Universität Veliko Tarnovo in Sofia und sieht seine Malsujets mit der Seele. Alle seine Bilder sind in mehreren Ebenen gezeichnet, farbgewaltig und haben mythische Bezüge. Bei seinem Bild „The dog“ etwa steht ein Bein des Hundes vorn, das andere überrollt ein Gebirge. So zeigt Assa seine Natur. „Die Tiere kennen die Natur und geben Signale, und die Natur streichelt das Tier“, sagte der Künstler.

Andreas von Below, der als Leiter des Auslandsbüros der Konrad-Adenauer-Stiftung von 2007 bis 2011 in Bulgarien tätig war, lernte Assa dort kennen und seine Kunst lieben. „Es ist typisch für ihn, dass man beim Betrachten seiner Bilder immer wieder etwas Neues entdeckt“, schwärmte von Below, dem es zu verdanken ist, dass die Ausstellung auf der Schlossinsel stattfindet. Er reiste mit seiner Ehefrau Almuth extra für die Vernissage aus Bonn an. Gerd-Winand Imeyer, Honorargeneralkonsul der Republik Bulgarien, übermittelte nicht nur Grüße des bulgarischen Außenministers, sondern erzählte auch über Bulgarien und dessen besondere Verbundenheit mit Norddeutschland. Kreispräsident Burkard E. Tiemann bedankte sich bei Imeyer, dass er trotz seiner ganzen Verpflichtungen nach Barmstedt gekommen sei.

25 Museumsstühle im Einsatz

Zwischen den Reden nahmen die Mezzosopranin Joana Zóneva und der Pianist Alexander Raytchev die Besucher mit in die musikalische Welt Bulgariens. Im Lied „Das Märchen“ besang Zóneva Tiere, die in Bulgarien einen Ehrenplatz haben. Mit ihrer klaren und kraftvollen Stimme begeisterte sie die Zuhörer. Raytchev komponierte spontan eine Melodie, die zu den Bildern passte und die er „Karussell“ nannte. „Das Leben, das sich wie ein Karussell unermüdlich weiterdreht, sollten wir bewahren“, sagte der Musiker.

Ernst-Reimer Sass (v. l.), Zhana Assa, Gerd-Winand Imeyer, Petra Imeyer, Almuth von Below, Greddy Assa, Karin Weissenbacher, Andreas von Below, Alexander Raytchev und Joana Zóneva (vorn) eröffneten die Ausstellung.
Ernst-Reimer Sass (v. l.), Zhana Assa, Gerd-Winand Imeyer, Petra Imeyer, Almuth von Below, Greddy Assa, Karin Weissenbacher, Andreas von Below, Alexander Raytchev und Joana Zóneva (vorn) eröffneten die Ausstellung. Foto: Andrea Kuhnke
 

„Es ist eine sehr beeindruckende Ausstellung“, fand Karl-Heinz Hohisel aus Hamburg. „Die Umgebung bestimmt die Bilder. Das Ausgeliefertsein in der Natur, dazu das Wesen der Tiere und wie sie sich trotzdem behaupten, das ist sehr interessant“, meinte die Hamburgerin Mechtild Kinne-Attias. Petra Imeyer, Ehefrau des Konsuls, brachte zur Stärkung der Gäste ihre selbstgemachte bulgarische Bohnensuppe mit. Zum bestehenden Inventar von 35 Stühlen spendierte die Stadt Barmstedt der Galerie Atelier III 25 zusätzliche Museumsstühle, die alle bei der Vernissage zum Einsatz kamen.

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