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Hier sind wilde Tiere die Stars : Auffangstation in Sparrieshoop stellt sich der Öffentlichkeit vor

vom
Aus der Redaktion der Barmstedter Zeitung

Die nächste Gelegenheit zum Blick hinter die Kulissen bietet sich interessierten Besuchern am 5. Juli.

shz.de von
erstellt am 30.Jun.2015 | 14:25 Uhr

Sparrieshoop | Vielfältige Informationen, eine schöne Atmosphäre und ein umfassender Einblick in die Arbeit der Wildtierstation Sparrieshoop sowie befreundeter Vereine und Verbände – das war der erfolgreiche und gelungene Tag der offenen Tür der rund 2600 Quadratmeter umfassenden Station. „Ich bin mit der Resonanz sehr zufrieden“, sagte der Leiter der Wildtierstation, Christian Erdmann.

„Die ersten Besucher kamen bereits, während wir noch unseren Stände aufbauten“, schildert der ehrenamtliche Wolfsbetreuer des Landes Schleswig-Holstein, Andreas Scheck. Sein Infostand war im Laufe des Tages immer wieder umlagert. Viele der Besucher wollten mehr über Wölfe in Schleswig-Holstein, ihre Lebensweise und mögliche Gefahren wissen.

Mindestens ebenso begehrt waren Plätze bei den Führungen durch die Wildtierstation. Nur kleine Gruppen durften das verwinkelte Gelände mit den vielen verschiedenen Wildtieren, die hier Unterschlupf gefunden haben, betreten. Auf die Kängurus, die im Winter kurzzeitig in der Wildtierstation ein Zuhause gefunden hatten, hofften die Besucher allerdings vergeblich. Die Tiere konnte Erdmann an einen Tierpark weiter vermitteln. Die Kängurus leben mittlerweile im Streichelzoo in der Wingst.

Trotzdem gab es viele Tiere zu entdecken, die in zahlreichen, durch Sponsoren finanzierte Volieren untergebracht sind. Während der Führungen erfuhren die Besucher, wie die Tiere gefunden worden sind, ob und wie sie später ausgewildert werden können oder ein neues Zuhause gesucht werden muss. Das Hauptaugenmerk der Wildtierstation liegt auf der Versorgung in Not geratener Wildtiere, vom verwaisten Eichhörnchen über aus dem Nest gefallene Singvögel bis hin zu verletzten Wildkaninchen und Rehkitzen. Die Wildtiere werden bei artgerecht versorgt und nach erfolgreicher Rehabilitation wieder ausgewildert. Darüber hinaus kümmert sich das Team nach Möglichkeit auch um die Unterbringung von beschlagnahmten und aufgefundenen Exoten wie Reptilien und Papageien.

Familie Hinrichs aus Seester war vom Tag der offenen Tür begeistert. Die Wildtierstations-Rallye, die einen Besuch aller Informationsstände erforderte, um alle Fragen zu beantworten, machte ebenso viel Spaß, wie die Beobachtung eines Pfaus mit ausgebreitetem Federrad.

Ein echter Hingucker für Groß und Klein war der Waschbärennachwuchs, der zurzeit in der Wildtierstation aufgepäppelt wird. Die Auszubildende zur Zootierpflegferin Darja stellte einen der kleinen Kobolde vor, beantwortete viele Fragen und erklärte, dass die Waschbären nicht wieder ausgewildert werden, da es sich um eingeschleppte, hier nicht heimische Tiere handelt.

Wer mehr über die Wildtierstation wissen oder sich engagieren möchte, hat bereits am Sonntag, 5. Juli, Gelegenheit dazu. Dann öffnet die Einrichtung in Sparrieshoop wieder ihre Türen. Los geht’s um 11 Uhr.

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