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Barmstedter Zeitung

18. Dezember 2017 | 20:10 Uhr

Barmstedt : Auenland endet nach einer Woche

vom
Aus der Redaktion der Barmstedter Zeitung

Wehmut nach turbulenten Tagen. Besucher dürfen die Kinderstadt besichtigen. Viele Teilnehmer wollen 2017 wieder dabei sein.

shz.de von
erstellt am 26.Okt.2015 | 12:30 Uhr

Barmstedt | Nach einer turbulenten Woche hat die Barmstedter Kinderstadt Auenland am späten Freitagnachmittag ihre Tore geschlossen. Ab 15 Uhr wurde das Erwachsenenverbot aufgehoben, und Eltern und Interessierte konnten sich ein Bild der vorangegangenen fünf Tage machen. Das auenländische Tourismusbüro hatte  seine Mitarbeiterzahl verdoppelt, um Stadtführungen anbieten zu können. Auch das Finanzamt und die unter der Woche von zahlreichen Überfällen geplagte Bank änderten kurzfristig ihre Öffnungszeiten, um die letzten Tageslöhne auszahlen und Steuern einnehmen zu können.

Einen Verbesserungsvorschlag für die Problematik der ständigen Banküberfälle im Auenland lieferte die Bürgermeisterin des Nachbarlandes Barmstedt, Heike Döpke, die am Donnerstag vom Bürgermeister des Auenlandes, Lasse Schmid, empfangen worden war: „Eigentlich läuft hier alles sehr gut. Aber vielleicht sollte das Auenland ein Gefängnis einrichten, wenn auch nur zur Abschreckung.“

Auf einem Markt konnten die Besucher am Abschlusstag die von den 125 Auenland-Bewohnern innerhalb der Woche hergestellten Produkte erwerben. Der Andrang war enorm, und  ob Vogelhäuser, Kissen, Schilder, Bilder oder per „upcycling“ aus alten Milchtüten hergestellte Geldbörsen: Das umfangreiche Sortiment zwang den ein oder anderen Auenländer, auf die elterliche Geldbörse zurückzugreifen.

Die Abschiedsfeier wurde von den Chorsängern, den Einradfahrern und den Seifenblasenbläsern des Mitmachzirkusses gestaltet. Und während in der Schuldruckerei die letzte Ausgabe des „Auenländer Boten“ – der täglichen Zeitung für die Kinderstadt – durch die Maschinen lief, machte sich bei vielen der Abschiedsschmerz breit.

Die Organisatoren waren vor allem über das Engagement der vielen Freiwilligen begeistert. Der Aufbau der Zeltstadt sei dank der vielen helfenden Hände überraschend schnell gegangen, berichtete Jörg Dittmer erfreut. Ähnlich verhielt es sich am Freitag: Viele packten beim Abbau mit an, so dass ein Großteil der Arbeit verrichtet war, bevor der eigentlich Abbau am Sonnabend über die Bühne ging. Erwachsene und jugendliche Helfer von THW, Feuerwehr, Polizei und Maltesern, aber auch Mitarbeiter lokaler Geschäfte und Privatpersonen hatten durch ihren Einsatz einen reibungslosen Ablauf und eine erlebnisreiche Woche ermöglicht. Finanzielle Unterstützung erhielt das Projekt in Form einer Spende der „Aktion Mensch“.

Zum Abschluss versprach Dittmer: „Es wird ein Auenland 2017 geben.“ Und für die meisten Teilnehmer – ob Kinder, Arbeitgeber, Organisatoren oder Betreuer – steht schon fest: „Nächstes Mal sind wir auf jeden Fall wieder dabei.“

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