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Sanierung günstiger als geplant : Arbeiten an der Heiligen-Geist-Kirche in Barmstedt gehen voran

vom
Aus der Redaktion der Barmstedter Zeitung

Zurzeit wird die Südseite erneuert. Der Eingang des Gotteshauses soll Ende Oktober fertig sein.

shz.de von
erstellt am 26.Aug.2015 | 16:15 Uhr

Barmstedt | Die Goldenen Konfirmanden werden die Barmstedter Heiligen-Geist-Kirche bei ihrer Feier am 13. September noch durch die Seiteneingänge betreten müssen – doch Ende Oktober soll der seit Monaten gesperrte Haupteingang fertig sein. „Dann werden endlich auch die Brautpaare neben- statt hintereinander aus der Kirche gehen können“, sagt der stellvertretende Gemeinderatsvorsitzende Lothar Dietrich. Überhaupt werde der Eingangsbereich viel schöner werden als früher: „Größer, heller und mit indirekter Beleuchtung.“

Die Modernisierung des Eingangs hatte sich verzögert, weil die Arbeiter im Mauerwerk auf historische Steine gestoßen waren. Davon abgesehen, liegt der zweite Sanierungsabschnitt der fast 300 Jahre alten Kirche im Zeitplan. Was auch für die Kosten gilt: Aktuell liegen sie bei rund 200.000 Euro. 440.000 Euro waren geplant, für 375.000 Euro sind Aufträge vergeben. Ob das reicht, wird sich zeigen. „Es kann natürlich immer noch etwas dazwischenkommen“, so Pastor Klaus-Dieter Piepenburg.

Laut Architekt Jan-Peter Witte ist die Erneuerung der nördlichen Gebäudeseite abgeschlossen. Von September 2014 bis Mai sei die Fassade überarbeitet und die hölzerne Dachkonstruktion saniert worden. Um dem Denkmalschutz Genüge zu tragen, sei für das Ziegelmauerwerk gipshaltiger Mörtel benutzt worden, so Witte. „Und als Feuchtigkeitssperren wurde Birkenrinde eingebaut.“ Auf der Südseite – an der seit Juni gearbeitet wird – stehen die gleichen Arbeiten an.

Parallel zum Mauerwerk seien die Gauben neu verkleidet und die Sandsteinportale über den Eingängen entschichtet worden, so Witte. „Sie trocknen zurzeit ab, um eventuell noch Salze abgeben zu können.“ Darüber hinaus seien die Außenfenster und -türen neu gestrichen und im Fußbodenbereich des Turms Naturstein verlegt worden.

Im kommenden Jahr soll der dritte Bauabschnitt beginnen. Er wird das Kircheninnere umfassen. Unter anderem sind eine neue Heizungsanlage und neue Elektronik vorgesehen. „Auf die Sanierung des Deckengemäldes müssen wir leider verzichten“, bedauert Piepenburg. Die Gefahr sei zu groß, dass das Werk bei einer Restaurierung Schaden nehmen könnte.

Auch ohne das Gemälde werden die Arbeiten voraussichtlich 610.000 Euro kosten – für die die Kirchengemeinde vom Kirchenkreis eventuell weniger Zuschüsse erhalten wird als für die ersten beiden Bauabschnitte. „Für die hat der Kirchenkreis ein Drittel übernommen“, so Piepenburg. Wie viel es nächstes Mal sein wird, werde sich auf der Synode im November entscheiden. „Wir sind zuversichtlich.“ Doch ob so oder so: Der dritte Bauabschnitt wird der teuerste sein. Der erste war mit knapp 200.000 Euro sogar günstiger geworden als geplant.

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