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Verkehrssicherheit in Bevern : Anwohner spenden für neue Tempo-Tafeln

vom
Aus der Redaktion der Barmstedter Zeitung

Gemeinde schafft für 6700 Euro drei neue Messgeräte an. Bürger und Gemeindevertreter übernehmen Großteil der Kosten.

Bevern | Mit hohem Tempo nähert sich der schwarze Kleinwagen dem Ortseingang von Bevern. Erst als der Fahrer die winkenden Kindergartenkinder und den traurig dreinschauenden Smiley auf der Anzeigetafel über ihnen sieht, leuchten die Bremslichter auf. Dennoch zeigt das Geschwindigkeitsmessgerät noch mehr als 60 Kilometer pro Stunde (km/h) an, als der Wagen vor dem Kindergarten vorbei rollt.

Zwei dieser Geschwindigkeitsmessgeräte – die Autofahrer bereits aus Hemdingen oder Barmstedt kennen – hängen seit Kurzem an der Landesstraße 110 in Bevern.  Eins ist direkt vor der Kita „Die kleinen Biber“ angebracht, das andere hängt am Ortseingang aus Richtung Barmstedt. Ein drittes Gerät soll flexibel innerhalb Beverns zum Einsatz kommen. Etwa 6700 Euro haben die Geräte gekostet. Das besondere daran: Ein Großteil des Geldes kam durch Spenden zusammen, wie Bürgermeister Johann Hachmann berichtet.

Schon längere Zeit war in der Gemeinde darüber diskutiert worden, wie man Autofahrer darauf aufmerksam machen kann, dass sie auf der Hauptstraße in Bevern durch eine geschlossene Ortschaft fahren, in der Tempo 50 gilt. Anwohner Kai Dannenberg habe daher spontan zugesagt, Geld für die Anschaffung eines Geräts zu spenden, so der Bürgermeister. „Jetzt, da Bevern die ausgebaute Straße von Barmstedt nach Ellerhoop hat, kann es sein – und oft ist es auch so –, dass die Autos leider etwas schnell durch den Ort düsen. Und da im Ortskern auch der Kindergarten ist, muss auf die gefahrene Geschwindigkeit hingewiesen werden“, so Dannenberg. Die Geräte sollen die Autofahrer deutlich auf ihr Tempo hinweisen und als Orientierungshilfe dienen, ergänzt der Bürgermeister.

Daraufhin habe sich die Gemeindevertretung bereit erklärt, aus den Sitzungsgeldern, die  die Politiker erhalten, ebenfalls ein Gerät anzuschaffen. „Die Nachricht habe in der Gemeinde die Runde gemacht, und weitere Spenden kamen so zusammen“, berichtet Hachmann. Der Restbetrag – mehrere hundert Euro – seien aus der Gemeindekasse gezahlt worden. „So sind wir dazu gekommen, drei Geräte anzuschaffen“, berichtet der Bürgermeister. „Wir sind froh über diese Spendenaktion.“ Wie in Hemdingen sollen auch die Daten der Beverner Messgeräte künftig ausgewertet werden. Auch weitere Maßnahmen seien angedacht, um die Autofahrer auf die geschlossene Ortschaft und das Tempolimit von 50 km/h innerhalb Beverns hinzuweisen. So könnte beispielsweise mit Baumtoren – kleine bepflanzte Inseln am Straßenrand – an den Ortseingängen Einengungen geschaffen werden.

Wichtig: Trotz der drei neuen Messgeräte werde es weiter Geschwindigkeitskontrollen der Polizei geben, so Hachmann. „Es wird trotzdem weiter geblitzt.“

Ebenfalls mit Hilfe von Spenden war im vergangenen Herbst ein Messgerät  zur Schulwegsicherung rund um die Grundschule Hemdingen angeschafft worden. Die Tafel hängt immer wieder an verschiedenen Stellen in den Gemeinden Bilsen, Langeln, Heede und Hemdingen. Die Daten werden regelmäßig ausgewertet. Die bisherigen Ergebnisse aus Heede und Hemdingen: Viele Autofahrer halten sich an die Tempolimits. Aber es gibt auch  einige starke Ausreißer.
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erstellt am 16.Sep.2015 | 12:30 Uhr

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