zur Navigation springen

Barmstedt : Anschuldigungen im Stoppelmarkt-Streit

vom
Aus der Redaktion der Barmstedter Zeitung

Durch die Verkleinerung des Marktes sei „die sonst immer tolle Atmosphäre innerhalb von drei Tagen kaputtgemacht“ worden.

Barmstedt | Der missglückte Stoppelmarkt schlägt in Barmstedt noch immer hohe Wellen. „Wie man das so an die Wand fahren konnte, ist mir unbegreiflich“, schimpfte Kaufmann Bernd Fritze während der Einwohnerfragestunde im Hauptausschuss in Richtung. Durch die Verkleinerung des Marktes sei „die sonst immer tolle Atmosphäre innerhalb von drei Tagen kaputtgemacht“ worden. „Da muss man sich nicht wundern, wenn den Bürgern die Galle hochkommt.“ Er wisse nicht, „ob wir das je wieder aufbauen können“.

Den Grund für die Verkleinerung – die Brandschutzauflagen – ließ Fritze nicht gelten. „Da hätte man sich etwas einfallen lassen können, zum Beispiel Schläuche zu den Hydranten legen oder in jede Bude einen Feuerlöscher stellen.“ In anderen Städten, etwa Marne und Lübeck, würden die Stände viel dichter an den Häusern stehen. „Die haben da also offenbar keine Brandschutzverordnung“, stellte Fritze ironisch fest. Auch das schlechte Wetter war aus seiner Sicht kein Grund für die schlechten Besucherzahlen. „Das war nie ein Problem. Die Leute wollen zusammenrücken.“

Die missratene Veranstaltung habe sich bereits herumgesprochen, sagte Fritze. „Das strahlt schon auf den Weihnachtsmarkt ab.“ Dass der ein Reinfall werden könnte, fürchtet auch die DLRG. „Wir hoffen, dass er nicht so wird wie der Stoppelmarkt, weil wir auf die Einnahmen aus unserem Stand angewiesen sind“, sagte eine Vertreterin des Vereins.

Henning Behrens (CDU) forderte Bürgermeisterin Heike Döpke (parteilos) auf, das Thema Märkte „zur Chefsache“ zu machen. „Die Verwaltung muss kreative Ideen zum Brandschutz entwickeln. Wir müssen uns wirklich ernsthaft Gedanken machen, damit die Märkte in ihrem bisherigen Umfang in der Innenstadt bleiben  – und damit der Weihnachtsmarkt nicht auch noch in die Hose geht.“

zur Startseite

von
erstellt am 28.Aug.2014 | 17:00 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen