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Barmstedter Zeitung

23. November 2017 | 14:08 Uhr

Ellerhoop : Amtsdirektor: Kritik am Verfahren

vom
Aus der Redaktion der Barmstedter Zeitung

In Ellerhoop herrscht Unmut über die Vorgangsweise im Amtsausschuss des Amts Rantzau. Die Bürgermeisterin bemängelt späte Informationen.

Mit Unzufriedenheit haben die Ellerhooper Gemeindevertreter auf das Verfahren zur Einführung einer hauptamtlichen Verwaltung beim Amt Rantzau reagiert. Der Tagesordnungspunkt löste während der Sitzung in der Gastwirtschaft „Zur Linde“ am Donnerstagabend eine Diskussion aus – und Unmut darüber, wie der Amtsausschuss verfahren war. „Auch wenn die Gemeindevertreter keinen Einfluss auf die Entscheidung haben, weil der Amtsausschuss beschließt, hätte ich es gut gefunden, wenn wir vorher informiert worden wären“, kritisierte Bürgermeisterin Wiebke Uhl (CDU).

Karl-Ernst Bürkner (FWV) schlug in ihre Kerbe. „Ich war bei der Amtsausschusssitzung überrascht, dass wir über die Hauptamtlichkeit abstimmen sollen, ohne vorher etwas davon gehört zu haben“, sagte er. Die Proteste aus Ellerhoop hatten am 30. März eine Vertagung des Punktes im Amtsausschuss bewirkt. Uhl hatte damals betont, sie wolle das Thema vorher innerhalb der Gemeindevertretung besprechen.

Der Leitende Verwaltungsbeamte Heinz Brandt erklärte die Gründe für die angestrebte Veränderung an der Spitze der Verwaltung. „Die hauptamtliche Position des Amtsdirektors ermöglicht eine gleichberechtigte fachliche Auseinandersetzung mit Fachbehörden“, sagte er. Derzeit sei der Amtsvorsteher der Leiter des Amts, der Leitende Verwaltungsbeamte sei ihm zugeordnet. „Der ehrenamtlich agierende Amtsvorsteher wird auf Kreisebene nicht zu Sitzungen betreff Verwaltungsvorgängen eingeladen, sondern der Verwaltungsbeamte“, so Brandt. Die Mehrzahl der Entscheidungen würden ohnehin von der Verwaltung getroffen. „Der Amtsdirektor übernimmt den Posten des Leitenden Verwaltungsbeamten und den des Amtsvorstehers.“ Der Vorsteher bleibe Vorsitzender des Amtsausschusses und führe repräsentative Aufgaben aus.

Brandt betonte, dass die Allzuständigkeit der Gemeinden erhalten bleibe. „Der neue Posten ist mit Kosten verbunden“, gab Uhl zu bedenken. „Unsere Ausgaben werden auch auf längere Sicht nicht weniger, auch wenn sich die des Amtsvor-stehers reduzieren.“ Bürkner warf ein: „Die Amtsumlage muss im Rahmen bleiben.“ Die Verwaltung dürfe den Staat nicht ruinieren, das würde in Richtung Griechenland gehen. Das Amt Rantzau sei ein kleines, und erneute Gespräche über Amtszusammenlegungen seien sinnvoll. „Das Ziel muss die Senkung der Amtsumlage sein, damit mehr Geld für die Aufgaben in den Gemeinde vorhanden ist“, sagte er. Leistungsfähigkeit und Wirtschaftlichkeit müssten die Ziele einer guten Verwaltung sein.

Ralf Mehlen (CDU) warf die Frage auf, warum die Gemeindevertretungen bei einem derart wichtigen Punkt nicht mitentscheiden dürfen.

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