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Barmstedt : Amtsdirektor: Entscheidung vertagt

vom
Aus der Redaktion der Barmstedter Zeitung

Nach Bedenken aus Ellerhoop: Amt Rantzau will erst in diesem Sommer den Beschluss über eine hauptamtliche Leitung fassen.

Barmstedt | Der Amtsausschuss des Amts Rantzau hat seine Entscheidung über die Einführung eines Amtsdirektors vertagt. Während der Sitzung am Montagabend in Barmstedt einigten sich die Politiker zwar darauf, den eingeschlagenen Weg weiter fortzusetzen, einen Grundsatzbeschluss fassten sie aber noch nicht. Grund dafür: Ellerhoops Bürgermeisterin Wiebke Uhl betonte, sie wolle das Thema vorher in der Ellerhooper Gemeindevertretung besprechen. „Sie sollen mitgehen und hinter dem Amt stehen“, sagte sie. Aus diesem Grund könne sie einem Grundsatzbeschluss während der Sitzung nicht zustimmen.

Amtsvorsteher Willi Hachmann schlug daher während der Diskussion einen Kompromiss vor: Statt dem 1. Oktober wolle man für die Einführung des Amtsdirektors den 1. Januar 2016 ins Auge fassen. Die entsprechenden Beschlüsse sollen dann kurz vor der Sommerpause gefasst werden. An den entsprechenden Vorbereitungen wie dem Entwurf zur Änderung der Hauptsatzung soll bis dahin aber weitergearbeitet werden. „Was vorbereitet werden kann, kann vorbereitet werden“, sagte der Amtsvorsteher. „Ich möchte aber, dass alle Gemeinden mit ruhigem Gewissen Ja sagen können.“

Neben Uhl hatte auch Ausschussmitglied Karl-Ernst Bürkner aus Ellerhoop Kritik an dem Tagesordnungspunkt geübt. So fragte er unter anderem, warum die Gemeindevertretung vorher nicht informiert worden sei. Uhl erklärte, sie habe ihre Bedenken bereits zuvor geäußert. „Ich möchte das Votum aus der Gemeinde mittragen“, sagte sie. Das Ganze solle nicht im Hauruck-Verfahren ablaufen. Die nächste Gemeinderatssitzung sei allerdings erst im Juni.

Der Leitende Verwaltungsbeamte Heinz Brandt wies darauf hin, dass die Einführung des Amtsdirektors eine Entscheidung des Amtsausschusses sei. Zudem habe es in der Vergangenheit bereits Gespräche – etwa in der Bürgermeisterrunde – zu dem Thema gegeben. Heedes Bürgermeister Reimer Offermann verwies in diesem Zusammenhang auf die öffentlich zugänglichen Unterlagen im Internet. Bilsens Bürgermeister Peter Lehnert erklärte, dass es sich aus seiner Sicht um ein faires Verfahren handle. Ähnlich äußerte sich Langelns Bürgermeister Hans-Detlef Fuhlendorf.

Amtsvorsteher Willi Hachmann schlug gegen Ende der Diskussion den 1. Januar 2016 als Starttermin vor. Die Einführung einer hauptamtlichen Verwaltung sei eine schwerere Entscheidung. „Wenn wir uns diesen Zeitraum lassen, können wir die ganze Maßnahme mit mehr Ruhe angehen“, sagte er. Zudem betonte er, dass es einen einstimmigen Beschluss zum Amtsdirektor geben solle. „Ich möchte, dass die ganze Mannschaft dahinter steht.“ Eine Kampfabstimmung solle es nicht geben. „Die einzige Chance, eine gute Lösung zu finden, wäre die, dass wir etwas Luft lassen, aber trotzdem weiter arbeiten.“

Den Schritt zur hauptamtlichen Verwaltung haben zwei Ämter im Kreis Pinneberg bereits vollzogen. Das Amt Elmshorn-Land ist am 1. Januar dieses Jahres die erste hauptamtlich geführte  Amtsverwaltung  im Kreis Pinneberg geworden. Roland Reugels war kurz zuvor für acht Jahre als Amtsdirektor gewählt worden. Das Amt Moorrege zieht am heutigen 1. April nach. Während einer Sitzung des Amtsausschusses in der vergangenen Woche wurde Rainer Jürgensen als hauptamtlicher Amtsdirektor vereidigt.
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erstellt am 01.Apr.2015 | 16:00 Uhr

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