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Barmstedter Zeitung

11. Dezember 2017 | 18:40 Uhr

Barmstedt : Amt sucht weiteren Wohnraum

vom
Aus der Redaktion der Barmstedter Zeitung

Kommission beschäftigt sich intensiv mit dem Ankauf und der Anmietung von Immobilien. Verhandlungen über ein Objekt laufen.

shz.de von
erstellt am 04.Apr.2015 | 10:00 Uhr

Barmstedt | Aufgrund der fortgehend steigenden Flüchtlingszahlen ist das Amt Rantzau weiterhin auf der Suche nach Wohnraum in der Region. Während der jüngsten Sitzung des Amtsausschusses starteten die Bürgermeister und die Verwaltung noch einmal einen gemeinsamen Aufruf. Wer Immobilien im Amtsbezirk Rantzau oder in Barmstedt zur Miete oder zum Kauf anbieten möchten, kann sich bei Rainer Schattauer vom Ordnungsamt melden.

Die Flüchtlingspolitik beschäftige das Amt sehr, sagte Schattauer. Eine Kommission des Amts – bestehend aus den Bürgermeistern Wolfgang Mohr (Bokholt-Hanredder), Hans-Hermann Sass (Hemdingen), Reimer Offermann (Heede) sowie Amtsvorsteher Willi Hachmann und Rainer Schattauer von der Verwaltung – beschäftigt sich derzeit intensiv mit dem Ankauf und der Anmietung von Wohnraum. Ein Objekt habe man mittlerweile gefunden, teilte Schattauer mit. „Es ist noch nicht ganz klar, ob wir es bekommen, aber wir sind uns im Prinzip einig“, sagte er. „Wir bemühen uns, Wohnraum zu finden.“

Auch über die Möglichkeit, Wohncontainer in den einzelnen Gemeinden aufzustellen, wurde während des Amtsausschusses kurz diskutiert. Doch die seien aufgrund der hohen Nachfrage teuer: Ein 8 mal 2,50 Meter großer Wohncontainer, der vier Menschen Platz bietet, kostet laut Schattauer etwa 40.000 Euro. In den 90er-Jahren habe es eine ähnliche Situation gegeben, so der Leiter des Ordnungsamts. „Da hatten wir in jeder Gemeinde zwei Wohncontainer stehen, weil wir noch kein eigenes Objekt hatten.“

Das Amt Rantzau sucht weiterhin nach Wohnraum in der Region. Wer Immobilien zur Miete oder zum Kauf anbieten möchte, kann sich telefonisch bei Rainer Schattauer vom Ordnungsamt unter der Telefonnummer 04123/688142 oder per Mail unter rainer.schattauer@amt-rantzau.de melden. Auch Angebote aus Barmstedt werden entgegen genommen. „Wir haben ein Abkommen und stimmen uns da ab“, so Schattauer.

Amtsvorsteher Willi Hachmann betonte während der Sitzung, Container seien aus seiner Sicht keine Lösung. Nach Möglichkeit solle ein Haus oder Wohnungen angekauft werden. „Aus diesem Grund wäre es ratsam, dem Finanzausschuss eine Vollmacht zu erteilen, dann könnten wir schneller handeln“, sagte er. Dieser Empfehlung folgten die Ausschussmitglieder einstimmig.

Bilsens Bürgermeister Peter Lehnert erklärte, er halte das für einen guten Vorschlag. Hemdingens Bürgermeister Hans-Hermann Sass wies in diesem Zusammenhang auf die günstigen Zinsen und teuren Mieten hin. Heedes Bürgermeister Reimer Offermann berichtete, dass die Preise für Wohncontainer ins Unermessliche gehen würden. „Der Ankauf einer Immobilie ist bei den heutigen Zinsen die wirtschaftlichste Lösung.“

Am kommenden Mittwoch, 8. April, wird sich der Finanz- und Personalausschuss des Amts Rantzau mit dem Erwerb des Objekts zur Unterbringung von Flüchtlingen befassen. Der Punkt soll allerdings im nicht-öffentlichen Teil der Sitzung besprochen werden. Die Politiker tagen ab 18.30 Uhr im Sitzungszimmer des Amts Rantzau in Barmstedt. Weitere, umfangreichere Punkte stehen nicht auf der Tagesordnung.

Etwas 60 Flüchtlinge seien dem Amt Rantzau derzeit zugewiesen, so Schattauer. Einige von ihnen würden in der Flüchtlingsunterkunft in Langeln wohnen. Für die meisten sei die Unterkunft aber nur eine Wohnadresse. „Tatsächlich halten sich die meisten bei Freunden oder Bekannte auf“, so der Leiter des Ordnungsamts, da die Asylbewerber irgendwo gemeldet sein müssten. Derzeit sei in der Flüchtlingsunterkunft noch Platz für sieben weitere Asylbewerber. Allerdings sei immer noch nicht abzusehen, dass die Flüchtlingszahlen sinken würden. „Wir sind für jeden Hinweis auf Wohnraum, den wir anmieten oder ankaufen können, dankbar“, so Schattauer.

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