Breitbandprojekt : Amt stellt nächsten Förderantrag

Erhielt den Förderbescheid: Amtsdirektor Heinz Brandt (r.) mit dem SPD-Bundestagsabgeordneten Ernst-Dieter Rossmann (l.) und Staatssekretär Enak Ferlemann.
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Erhielt den Förderbescheid: Amtsdirektor Heinz Brandt (r.) mit dem SPD-Bundestagsabgeordneten Ernst-Dieter Rossmann (l.) und Staatssekretär Enak Ferlemann.

Nach Millionen-Zusage des Bundes: Amt Rantzau beantragt Kofinanzierung des Lands Schleswig-Holstein.

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24. März 2017, 16:15 Uhr

Barmstedt/Berlin | Das Breitbandprojekt des Amts Rantzau hat in dieser Woche einen entscheidenden Schritt nach vorn gemacht. Mit einem Förderbescheid in Höhe von 2,3 Millionen Euro für den Ausbau des schnellen Internets kehrte Amtsdirektor Heinz Brandt aus Berlin zurück. Die Verwaltung sei zufrieden mit dem Ergebnis des Förderantrags, sagte Brandt gestern. „Wir sind froh, dass wir den Bescheid in Händen halten. Das Breitbandprojekt läuft bislang planmäßig.“ Nun arbeite das Amt an den nächsten Schritten zum Ausbau des schnellen Internets. Unter anderem werde ein Antrag auf eine Kofinanzierung seitens des Lands Schleswig-Holstein gestellt. Sie war vom Land schon im Spätsommer signalisiert worden.

Am Dienstag war Brandt der Bescheid im Beisein vom Kreis Pinneberger SPD-Bundestagsabgeordneten Ernst-Dieter Rossmann und dem Parlamentarischen Staatssekretär beim Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur, Enak Ferlemann, überreicht worden. Insgesamt hatte Bundesminister Alexander Dobrindt 165 Förderbescheide aus dem Bundesprogramm für den Glasfaserausbau in unterversorgten Regionen vergeben. Damit habe das BMVI in der dritten Runde eine Rekordsumme von rund 935 Millionen Euro an Fördermitteln an Landkreise und Kommunen überreicht und ermögliche somit Gesamtinvestitionen in Höhe von rund 2,2 Milliarden Euro, hieß es. „Mit den neuen Förderbescheiden verdoppeln wir auf einen Schlag nahezu die Zahl der Haushalte und Unternehmen, die von unserem Bundesprogramm für den Glasfaserausbau profitieren. Insgesamt schaffen wir damit schon heute rund zwei Millionen Highspeed-Anschlüsse in unterversorgten Regionen – mit Netzgeschwindigkeiten bis in den Gigabit-Bereich“, sagte Dobrindt. „Dafür bauen wir 205.000 Kilometer neue Glasfaser und investieren mehr als 2,3 Milliarden Euro Bundesmittel.“

Das Amt Rantzau hatte seinen Förderantrag über eine Wirtschaftlichkeitslücke von 4,5 Millionen Euro gestellt. 50 Prozent davon sollte der Bund übernehmen, was mit der Übergabe in Berlin nun bestätigt ist. Weitere 25 Prozent sollen vom Land kommen. Der entsprechende Antrag sollte gestern gestellt werden, so Brandt, „damit wir die Zusage bekommen“. Diese müsse wiederum beim Bund vorgelegt werden. Die restlichen 25 Prozent der Kosten müssten die neun Gemeinden, die an dem Projekt teilnehmen, nach Zahl der möglichen Hausanschlüsse zahlen – denn jede Kommune ist bislang unterschiedlich mit schnellem Internet versorgt. Außer Bevern, das schon komplett mit Glasfaser erschlossen ist, und Ellerhoop, das sich dem Zweckverband Breitband Marsch und Geest angeschlossen hat, nehmen alle amtsangehörigen Gemeinden sowie Klein Offenseth-Sparrieshoop an dem Projekt teil. Brandt betonte, wie wichtig die Förderung seitens des Bundes sei: „Eine bessere Finanzierung bekommen wir nie wieder.“

In den kommenden Monaten steht laut dem Amtsdirektor die europaweite Ausschreibung auf dem Programm, um einen Netzbetreiber zu finden. Sie werde mit Hilfe des Breitbandlotsen des Ingenieurbüros Marxen & Schmöckel vorbereitet Wenn die beendet sei, müsse der Betreiber dann eine Firma finden, die die Erdarbeiten durchführen wird – was vor dem Hintergrund der zahlreichen Förderbescheide und anstehende Breitbandprojekte eine Herausforderung werde. „Es suchen dann ganz viele“, so Brandt. Die Kosten von 4,5 Millionen Euro entsprächen einem angenommenen Wert, so der Amtsdirektor. „Das heißt nicht, dass es auch 4,5 Millionen Euro werden. Die Summe wird die Ausschreibung ergeben.“ Und der Zeitplan? „Es steht im Förderbescheid, dass wir bis Ende 2018 fertig sein müssen“, so Brandt. „Das ist ein sportliches Ziel.“

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