Geringere Belastung : Amt Rantzau will Gemeindekassen schonen

Der Umlagesatz soll von 21,75 auf 20,25 Prozent gesenkt werden. Rücklagen sollen das Vorhaben abfedern.

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06. November 2013, 16:00 Uhr

Keine stärkere Belastung für die Gemeinden im Amt Rantzau: Der Amtsumlagesatz soll im kommenden Jahr von 21,75 auf 20,25 Prozent gesenkt werden. Darauf haben sich die Mitglieder des Finanzausschusses des Amtes am Montagabend verständigt. Der Amtsausschuss muss dem noch zustimmen.

Insgesamt würde das Amt auf diese Weise noch 1 564 000 Euro an Umlage einnehmen. Aber: Die Gemeinden müssten trotz des geringeren Umlagesatzes 67 000 Euro mehr zahlen als im Jahr 2013. Die höhere Belastung resultiert aus den überwiegend positiven Steuereinnahmen.

Um einen nahezu ausge-glichenen Ergebnishaushalt aufzustellen, hatte die Verwaltung erst vorgeschlagen, den Amtsumlagesatz nur um 0,5 Prozentpunkte auf 21,25 Prozent zu senken. „Wir wollten aufzeigen, wie es aussieht, wenn wir einen ausgeglichenen Haushalt haben“, erläuterte Hauptamtsleiter Heinz Brandt.

Während der Sitzung äußerte Reinhold Mattai (SPD) jedoch den Wunsch, den Satz noch weiter herunterzuschrauben. „Für die Gemeinden würde ich mir wünschen, wir könnten uns um anderthalb Punkte bewegen“, sagte er. Abgefedert werden könne dies über die Rücklagen des Amtes. Ein Prozentpunkt weniger würde einer Summe von etwa 78 000 Euro entsprechen, heißt es seitens der Verwaltung.

Amtsvorsteher Willi Hachmann stimmte mit dem Vorschlag grundsätzlich überein: „Der Spielraum ist da, wir haben die Möglichkeit, den Satz zu senken, um den Gemeinden entgegen zu kommen.“ Auch von Seiten der Verwaltung gab es keinen Einspruch: „Statt 13 000 Euro hätten wir dann einen Fehlbetrag im Haushalt 2014 von 90 000 Euro“, so Brandt im Gespräch mit dieser Zeitung. „Das können wir verkraften“ – aufgrund der Rücklagen des Amtes, die laut Kämmerin Carola Warncke zum Jahresende bei 480 000 Euro liegen.

Sparen will das Amt künftig auch noch an einer anderen Stelle: Zum 31. Dezember 2014 soll ein Vertrag mit den Stadtwerken Quickborn gekündigt werden, die derzeit noch die Abrechnung der Abwassergebühren für Bevern, Bilsen, Heede und Langeln übernehmen. „Wir spielen schon länger mit dem Gedanken“, berichtete Brandt während der Sitzung. Zudem sei man mit den Leistungen nicht immer ganz zufrieden gewesen.

Bei 807 Anschlussnehmern für vier Gemeinden zahlte das Amt im Jahr 2012 eine Gebühr von 9564,89 Euro, heißt es. Für 2013 erhöhen sich die Kosten sogar. „Wir können das selber machen“, so Brandt weiter. Die Ausschussmitglieder stimmten dem einstimmig zu.

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