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Brande-Hörnerkirchen : Amt lässt Bodenproben nehmen

vom
Aus der Redaktion der Barmstedter Zeitung

Die Höhe der Belastung durch das Lägerdorfer Holcim-Werk soll ermittelt werden. Auch der Quecksilbergehalt soll untersucht werden.

Brande-Hörnerkirchen | Wie hoch ist die Belastung im Amt Hörnerkirchen durch das Lägerdorfer Holcim-Werk? Dieser Frage soll demnächst mit Hilfe von Bodenproben auf den Grund gegangen werden. In allen vier Dörfern des Amtsbezirks Hörnerkirchen will der Amtsausschuss entsprechende Proben nehmen lassen. Das beschlossen die Politiker während ihrer Sitzung am Donnerstagabend in Brande-Hörnerkirchen. Nach welchen Schadstoffen dabei genau gesucht werden soll, wollen sie in Abstimmung mit der Bürgerinitiative zur Verhinderung der Verbrennung gesundheitsgefährdender Abfälle bei Holcim (BIAB) klären lassen.

„Seit Jahren werden die Emissionen, die durch die ungefilterte Müllverbrennung der Firma Holcim entstehen, auch auf dem Boden des Amtsbereiches Hörnerkirchen abgelagert“, sagte Amtsvorsteher Bernd Reimers. „Die dadurch ausgelösten Umweltschädigungen wurden im Amtsbereich zuletzt 1995 beprobt.“ Die Gemeinde Brande-Hörnerkirchen habe angeregt, dieses Prozedere im Amtsbereich zu wiederholen, um daraus eine Entwicklung der Schadstoffeinträge zu erkennen. Auch der Quecksilbergehalt solle dabei untersucht werden.

Eine Spende in Höhe von 5000 Euro steuert das Amt Hörnerkirchen zu einer Klage bei, die die BIAB derzeit gegen Holcim vor dem Schleswiger Oberverwaltungsgericht betreibt. Gedacht ist das Geld für ein mögliches Berufungsverfahren, für das laut Reimers insgesamt 30  000 Euro benötigt würden.

Die Amtsausschuss-Mitglieder waren sich darüber einig, dass die 5000 Euro „gut angelegtes Geld“ seien. Schließlich „liegen wir hier im Amt genau in der Hauptwindrichtung von Holcim“, sagte der Amtsvorsteher.

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