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Barmstedter Zeitung

21. August 2017 | 07:14 Uhr

"Alles Überreden hat nicht geholfen"

vom

Barmstedt | Herzliche Umarmungen, individuelle Geschenke, Wehmut und bewegende Momente: Sie zeichneten den Abend aus, an dem Nils Hammermann mit 150 geladenen Gästen im Humburg-Haus nach 19 Jahren als Barmstedter Bürgermeister seinen Abschied feierte. "Du hast eine stolze Bilanz vorzuweisen, das verdient unseren höchsten Respekt", sagte Michael Schönfelder (FWB) in seiner Laudatio als Vertreter der Stadt und als Freund. "Ich hätte Dich gerne noch sechs weitere Jahre im Rathaus gesehen", bekannte er und bedauerte, dass Hammermann nicht noch einmal hatte kandidieren wollen: "Alle Überredungskünste haben nicht geholfen."

Schönfelder streifte auch den Wahlkampf 2006/07, in dem schmutzige Wäsche gewaschen wurde. "Das hinterlässt Spuren", konstatierte er, bevor er die lange Liste der öffentlichen Neubauten, Umbauten und Umgestaltungen aufzählte, bei deren Realisierung Hammermann erfolgreich gewirkt habe. "Die Umsetzung der Vorhaben war alles andere als einfach", sagte Schönfelder. "Ich habe Dich in diesen vielen Jahren kennen- und schätzen gelernt, mit Deinem sportlich lockereren Stil konntest Du auf Mitarbeiter und Bürger zugehen und warst dabei authentisch, denn der autoritäre Stil liegt Dir nicht", sagte Schönfelder. Mit dem Satz "Es geht die Ära Hammermann zu Ende" schloss er seine Rede - nicht ohne den Scheidenden weiterhin zur Stammtischrunde "zum alten Magistrat" einzuladen.

Etliche weitere Weggefährten fanden ebenfalls lobende Worte. "Wir verlieren mit Nils einen ausgesprochen erfahrenen Bürgermeister", sagte Landrat Oliver Stolz, bezeichnete Hammermann als "menschlichen Macher" und bemerkte schmunzelnd, dass er sein Rüstzeug für die gute Arbeit in der Kreisverwaltung erhalten habe.

"Ein bisschen wehmütig ist mir schon", verabschiedete sich Hammermann und tröstete sich selbst: "Das Bürgermeisteramt ist ein Amt auf Zeit, und ich habe es mir selbst ausgesucht."


Gemütlicher Teil ohne Schlips und Jackett

Bevor er mit einem selbst verfassten Gedicht den offiziellen Teil der Feier schloss, bedankte er sich bei den Politikern, die über den Tellerrand gucken könnten und Mut zu Entscheidungen zeigten. Bürgervorsteher Christian Kahns (FWB) läutete den gemütlichen Teil zu den Klängen des "Duo Gitano" ein, indem er den Jackett- und Schlipszwang lockerte - und damit als Erster begann.

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erstellt am 08.Aug.2013 | 03:14 Uhr

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