zur Navigation springen

Gefahren im Straßenverkehr : Aktionstag für Schüler

vom
Aus der Redaktion der Barmstedter Zeitung

Wie lang ist eigentlich mein Bremsweg? Der ADAC war zu Gast im Barmstedter Gymnasium und sorgte für Aufklärung.

Mit 40 km/h kommt ein Auto angefahren – und bremst dann scharf an einer weißen Linie. Wie weit dahinter wird es wohl zum Stehen kommen? „Dass der Bremsweg so lang ist, hätte ich nicht gedacht“, staunte Melina. Ihr und ihren Klassenkameraden aus dem fünften Jahrgang des Barmstedter Gymnasiums verdeutlichte Verkehrserzieher Bernhard Neumann während einer ADAC-Aktion auf dem Parkplatz am Rantzauer See kritische Situationen im Straßenverkehr. Das Erkennen von Unfallgefahren gehörte ebenso dazu wie richtige Reaktionen durch vorausschauendes Handeln.

„Wir liefern mit der Aktion ,Achtung Auto’ einen Beitrag zur Verkehrserziehung an Schulen“, erklärte Neumann. Etliche Kinder hatten etwa die Länge des Bremswegs kürzer vermutet. „Welche Faktoren spielen beim Bremsweg eine Rolle?“ wollte Neumann wissen. Die Antworten flogen eifrig durcheinander. „Alte Reifen, Reifendruck, Geschwindigkeit“ und mehr.

Die Schüler übten auch selbst den Bremsweg, indem sie mit dem Fahrrad angesaust kamen und an einer weißen Linie bremsten. Reaktionsweg plus Bremsweg ist der Anhalteweg, lernten sie. „Was könnte einen Autofahrer ablenken, innerhalb kürzester Zeit zu reagieren?“ fragte Neumann die Schüler. „Er schreibt gerade eine SMS“, lautete eine Antwort. Eine zweite: „Er unterhält sich oder telefoniert.“

Auch über das Thema Kindersitze erfuhren die Fünftklässler Wichtiges: Neumann baute eine Messlatte auf, unter die jeder Schüler trat. „Wer mehr als 1,50 Meter groß ist, kann den Anschnallgurt benutzen“, erklärte er. Die meisten der Schüler benötigen jedoch noch einen Sitz. Der aufregende Teil der Aktion war das Mitfahren. Je drei Schüler saßen angeschnallt oder in Kindersitzen im Auto bei Neumann, als dieser bei 40 km/h eine Vollbremsung hinlegte. „Das war cool“, strahlte Melina, die aus dem Sitz herausgewachsen ist und auf dem Beifahrersitz Platz nehmen durfte. Bente wurde bei der Bremsaktion nach vorn gedrückt und hatte ein komisches Gefühl dabei. „Gut, dass ich angeschnallt war“, sagte sie erleichtert.

„Das Gymnasium nimmt seit etlichen Jahren an der ADAC-Aktion teil“, berichtete Lehrer Jörn Weinert.

zur Startseite

von
erstellt am 13.Sep.2013 | 18:04 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen