Stadt wird um Beteiligung gebeten : AKN will Barmstedter Trampelpfad sichern

Beliebte Abkürzung zum Bahnübergang am Nappenhorn: der Trampelpfad, den die AKN künftig sichern möchte. Der Weg führt vom Bahnsteig aus am Gleis Richtung Henstedt-Ulzburg entlang bis zur Straße.
Beliebte Abkürzung zum Bahnübergang am Nappenhorn: der Trampelpfad, den die AKN künftig sichern möchte. Der Weg führt vom Bahnsteig aus am Gleis Richtung Henstedt-Ulzburg entlang bis zur Straße.

Unbefestigter Weg am Barmstedter Bahnhof soll befestigt, eingezäunt und beschrankt werden.

shz.de von
02. Februar 2018, 12:30 Uhr

Barmstedt | Ein befestigter Weg, mehrere Zäune und eine eigene Schranke: So möchte die AKN den bei Fußgängern beliebten, aber inoffiziellen und nicht gesicherten Weg vom Bahnsteig des Barmstedter Bahnhofs zum Nappenhorn sichern. Der Trampelpfad verläuft direkt am Gleis in Richtung Henstedt-Ulzburg entlang und wird unter anderem gern von Passagieren genutzt, die am Bahnhof den Zug verlassen haben und in Richtung Nappenhorn wollen. Dort endet der Pfad mitten auf dem Bahnübergang. Der entsprechende Antrag der AKN soll am kommenden Montag, 5. Februar, im Barmstedter Bauausschuss behandelt werden (siehe Info-Kasten), da das Eisenbahnverkehrsunternehmen die Stadt um eine Kostenbeteiligung bittet.

Laut AKN-Pressesprecher Jonas Dienst liegen die geplanten Kosten für das Vorhaben bei 180.000 Euro. „Die Kosten lassen sich jedoch auf 155.000 Euro reduzieren, wenn sie gemeinsam mit ohnehin vorgesehenen Gleisinstandsetzungsarbeiten an der Strecke im August 2018 stattfinden“, berichtet er. Die AKN bittet die Stadt um eine Kostenbeteiligung, da die Vermeidung der Gefahrenquelle im gegenseitigen Interesse liege, so die Barmstedter Verwaltung. Der Kostenanteil der Stadt wird mit etwa 13.000 Euro beziffert. „Für uns ist das ein relativ geringer Betrag“, so Stadtsprecher Wolfgang Heins zu dem Projekt der AKN. Eine Sicherung des Pfads sei ein großer Wunsch der Bürgermeisterin. „Und da gibt es entsprechende Ideen der AKN.“ Die Mittel seien im Haushalt für 2018 nicht eingeplant und müssten zusätzlich bereit gestellt werden. Darüber sollen der Bauausschuss und abschließend der Hauptausschuss beraten.

Der Barmstedter Bauausschuss tagt am Montag, 5. Februar, ab 19.30 Uhr in der Kommunalen Halle. Dann wird unter anderem über den Antrag der AKN beraten. Zudem will ein Investor seine Pläne für das  B-Plan-Gebiet  an der Großen Gärtnerstraße vorstellen. Die Initiative von Anwohnern, die  sich für den Erhalt einer parkähnlichen Fläche nahe der Jugendbildungsstätte an der Düsterlohe einsetzt, hat des Weiteren angekündigt, 300 Unterschriften  für ihr Anliegen zu überreichen. Die Politik soll davon  überzeugt werden, das Gelände zu bewahren und die Pläne  als künftigen Standort für einen  Kindergarten zu verwerfen.

Das Queren von Gleisen außerhalb der offiziellen Übergänge ist im Gleisbereich zwischen dem Bahnübergang Nappenhorn und dem Bahnsteig des Bahnhofs Barmstedt ein besonderes Problem, so der AKN-Pressesprecher zu den Hintergründen des Vorhabens. Trotz der entsprechenden Schilder habe es bislang nicht eingedämmt werden können. „Dort besteht ein erhebliches Unfallrisiko, welches die AKN gerne vermeiden möchte“, so Dienst. Zudem werden nahe des Bahnübergangs Nappenhorn derzeit weitere Wohnungen errichtet. „Somit ist mit einer Verschärfung des Problems zu rechnen.“

Der Plan der AKN sieht einen befestigten barrierefreien und eingezäunten Fußweg vom Bahnsteig zum Bahnübergang vor, berichtet Dienst. Der Weg mit eigener Schranke mündet auf die Straße Nappenhorn und sei damit sicher in die gesamten Bahnübergangsanlage integriert. Im Zuge der Bauarbeiten sollen unter anderem der Weg hergestellt, die Beleuchtung installiert, die Schrankenanlage am Bahnübergang erweitert sowie notwendige Leitungen verlegt werden. Geplant sei, die Bauarbeiten im August dieses Jahres durchzuführen. „Die Dauer richtet sich nach der finalen Planung und entsprechenden äußeren Einflüssen wie Witterungsverhältnissen und mehr“, erläutert Dienst.

Und wie sieht es derzeit mit der Nutzung des Pfads aus? „Der Pfad ist nicht offiziell und nicht gesichert. Generell ist das Queren von Gleisen außerhalb offizieller Übergänge aus Sicherheitsgründen strengstens untersagt“, so der AKN-Pressesprecher.

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