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Barmstedt : AKN-Unfall: Familie hofft auf Bürgerbegehren

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Am 3. Oktober geschah der tragische Unfall am unbeschrankten Bahnübergang Bornkamp in Barmstedt, bei dem Thorsten Naujoks starb. Seine Tochter kämpft seitdem dafür, dass der Übergang zusätzlich mit Schranken gesichert wird. Etwa 50 Unterschritenlisten hat sie in Barmstedter Geschäften verteilt und will so ein Bürgerbegehren auf den Weg bringen.

Es geht der Familie nicht nur um Trauerbewältigung, sondern um mehr: „Wir wollen, dass jetzt endlich etwas geschieht. Durch Schranken könnte an diesem Bahnübergang viel Leid erspart werden“, sagt Gorden Ibe. Der 35-Jährige ist Patenonkel der Tochter von Thorsten Naujoks. Wie berichtet, war Naujoks Anfang der Monats am Übergang Bornkamp in Barmstedt von einem Zug erfasst und getötet worden. Der 42-Jährige war mit seinem Mofa unterwegs und hatte – so der bisherige Stand der polizeilichen Ermittlungen – das Warnlicht an dem unbeschrankten Bahnübergang übersehen. Daher will die Tochter jetzt ein Bürgerbegehren auf den Weg bringen. Damit „hier endlich Schranken hinkommen“, wie der Patenonkel deutlich macht.

50 Unterschriftenlisten habe die Tochter bereits in Barmstedt und Umgebung verteilt. Geschäfte, Lokale, Tankstellen; auch in der Geschäftsstelle der Barmstedter Zeitung in der Reichenstraße 17 liegt eine der Listen aus. Ein Gespräch mit der Barmstedter Bürgermeisterin habe es ebenfalls gegeben, so Patenonkel Ibe. Naujoks Tochter habe sich ein klares Ziel gesetzt: „Für sie steht fest: ,Ich kämpfe so lange, bis dort Schranken stehen!’ Die Familie will mit den Unterschriften erreichen, dass die AKN endlich reagiert.“ Die ersten ausgefüllten Listen habe die Tochter bereits zurückerhalten. Ibe: „Die Resonanz ist unglaublich. Auch das ist eines unserer Ziele: Wir wollen für mehr Aufmerksamkeit sorgen. Die offiziellen Stellen werden sich jetzt damit auseinandersetzen müssen.“

Auf der Internet-Plattform Facebook wurde außerdem eine Gruppe mit dem Name: „Schranken an den Bahnübergang Bornkamp Barmstedt!“ ins Leben gerufen. 1777 Menschen haben sich diesem Aufruf bereits angeschlossen. Die Kommentare sind deutlich: „Das ist eine Sauerei!“ und „An jeden Bahnübergang gehören Schranken!“

Thorsten Naujoks war nicht nur als DJ in der Region bekannt. Er spielte auch seit frühester Kindheit beim SSV Rantzau Fußball. Unter anderem war er jahrelang als Stammspieler in der Ligamannschaft aktiv, zuletzt kickte er im Team der SSV-Senioren. Mit einer Schweigeminute hatten die Bezirksligafußballer des SSV Rantzau in der ersten Partie nach dem Todesfall ihrem Vereinskameraden gedacht. Auch die Gegner auf dem Feld vom FC Elmshorn hatten während der Partie eine schwarze Armbinde getragen.

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erstellt am 14.Okt.2013 | 06:00 Uhr

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