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Barmstedt : AKN plant Schranken für Unglücksbahnübergang

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Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Erste Konsequenzen aus dem tödlichen Unfall: Stadt und AKN wollen den Übergang sicherer machen. Doch dies kann Monate dauern.

Sie kämpft für einen sicheren Bahnübergang in Barmstedt. Hat eine Gruppe im sozialen Netzwerk Facebook dazu gegründet und Unterschriftenlisten ausgelegt. Der Wunsch der 16 Jahre alten Tochter des am 3. Oktober am AKN-Bahnübergang Bornkamp verunglückten Barmstedters könnte schneller in Erfüllung gehen als erwartet. AKN und die Stadt Barmstedt ziehen an einem Strang, damit der Übergang schon bald zusätzlich zu den Blinklichtern mit Halbschranken gesichert wird.

„Die Gemeinde ist an uns herangetreten, an dem Bahnübergang etwas zu tun. Den Wunsch, dort eine zusätzliche Sicherung einzubauen, können wir verstehen“, sagte AKN-Prokurist Karl-Heinz Moje im Gespräch mit dieser Zeitung. Am 22. Oktober gebe es noch ein Abstimmungsgespräch zwischen der Stadt und dem AKN-Vorstand. Nach derzeitigen Planungen könnte dann zügig ein Planfeststellungsverfahren angestoßen werden. „Wenn alle Gremien zustimmen und die Finanzierung gesichert ist, können wir anfangen zu planen“, betonte Moje. Laut Eisenbahngesetz müssten Stadt, Unternehmen und das Land Schleswig-Holstein die Kosten zu jeweils einem Drittel teilen. Wie teuer die Halbschranken werden, konnte Moje gestern noch nicht sagen. „Ein sechsstelliger Betrag“, sagte der AKN-Prokurist. Schließlich sei derzeit unter anderem nicht sicher, ob für den Aufbau der Schranken auch Grunderwerb nötig sei.

Das Planfeststellungsverfahren, in dessen Zuge alle Betroffenen gehört werden müssten, dauert laut Moje „mehrere Monate“. Festlegen wollte er sich gestern noch nicht. „Das werden die konkreten Planungen zeigen.“ Nicht nur der Unglücksbahnübergang Bornkamp soll Schranken erhalten. Wie Moje im Gespräch mit dieser Zeitung mitteilte, soll auch der Übergang „Beim Reihergehölz“ in Höhe Waldstraße entsprechend gesichert werden.

Wie berichtet, war der 42 Jahre alte Barmstedter am 3. Oktober von einem Triebwagen erfasst worden, nachdem er auf seinem Mofa auf die Schienen fuhr. Laut der bisherigen Ermittlungen hatte der dreifache Vater aufgrund der tiefstehende Sonne das rote Warnlicht übersehen. Daraufhin hatte seine Tochter die Unterschriftenaktion initiiert – und großen Zuspruch von den Bürgern der Schuhmacherstadt erfahren.

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erstellt am 17.Okt.2013 | 12:00 Uhr

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