Ärger über rücksichtslose Radler

Mit Kopfhörern auf dem Fahrrad: Das ist verboten und kann zehn Euro kosten.
Mit Kopfhörern auf dem Fahrrad: Das ist verboten und kann zehn Euro kosten.

SeniorenbeiratBürger beklagen sich über Fahrradfahrer auf Gehwegen und mit Kopfhörern / Polizei will Verstöße verstärkt ahnden

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16. Dezember 2017, 15:57 Uhr

Sie tragen Kopfhörer, fahren freihändig und tippen dabei auf ihren Smartphones oder benutzen die Gehwege: Kurt Röttger vom Barmstedter Seniorenbeirat ist verärgert über Radfahrer, die sich nicht an die Vorschriften halten. Und nicht nur er: „Solche Sachen habe ich auch von vielen Bürgern gehört“, berichtete er während der jüngsten Sitzung des Gremiums. Manche hätten sogar die Sorge geäußert, „dass sie Angst haben, umgenagelt zu werden“.


„Manchmal wird man auch noch angepöbelt“

Röttger selbst sind vor allem Radler auf Gehwegen ein Dorn im Auge. „Die sind in Barmstedt oft so schmal, dass da einfach kein Platz ist für Radfahrer. Und wenn man die dann darauf hinweist, dass sie auf der Straße fahren müssen, wird man auch noch angepöbelt.“ Besonders problematisch sei die Situation überall dort, wo – wie etwa am Kuhberg, der König-, Feld- oder Mühlenstraße – die Häuser direkt am Bürgersteig stehen, so Röttgen. „Wenn man da aus der Tür tritt, muss man aufpassen, dass man nicht mit einem Radfahrer kollidiert.“

Polizeihauptmeister Ronald Brunke, der in Barmstedt für das Thema Fahrrad zuständig ist, bestätigte Röttgers Beobachtungen. Die häufigsten Ordnungswidrigkeiten von Radfahrern seien bei Erwachsenen das Fahrern auf dem Gehweg und bei den Jüngeren das Fahren „mit Knopf im Ohr“. Den Gehweg dürfen nur Kinder bis elf Jahre mit dem Fahrrad befahren, Erwachsene müssen die Fahrbahn nutzen, so Brunke. Dafür fühlten sich aber offenbar „viele zu unsicher“. Röttger versteht es trotzdem nicht: „Die meisten Bürgersteige sind in so schlechtem Zustand, da macht das Radfahren doch gar keinen Spaß.“ Brunke kündigte an, die Polizei werde Radfahrer in Barmstedt verstärkt kontrollieren und gegebenfalls auch Bußgelder verhängen (siehe Info-Kasten).

Ein weiteres Thema der Sitzung war der Ausblick auf das kommende Jahr. Der Seniorenbeirat plane für 2018 wieder eine Reihe von Veranstaltungen, wie der Vorsitzende Peter Servotka berichtete. Bislang stehen sechs Ausfahrten, sieben Bingo-Nachmittage und das Herbstfest auf dem Programm. Im Hinblick auf die Wahl des neuen Beirats im Frühjahr 2019 sei es wichtig, „jetzt schon die etwas Jüngeren zu motivieren“, wie Hans-Heinz Flenker mahnte. Servotka ergänzte, er werde voraussichtlich erneut für den Vorsitz kandidieren, den Posten „dann aber zur Hälfte der Amtszeit abgeben“.

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