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Barmstedter Zeitung

18. August 2017 | 03:38 Uhr

Ärger über „Abkürzer“

vom
Aus der Redaktion der Barmstedter Zeitung

L 75-BaustelleAnwohner: Lkw fahren durchs Wohngebiet / Behörden: Keine Häufung bekannt

Not macht erfinderisch: Um die zwischen der Kreuzung Heederbrook und Hamburger Straße gesperrte L  75 in Barmstedt zu umfahren, versuchen offenbar manche Lkw-Fahrer, sich einen Weg durch das Wohngebiet am Heederbrook zu bahnen. Was zum einen nicht erlaubt und zudem nicht immer ungefährlich ist, wie ein Anwohner unserer Zeitung berichtete. So habe er vor Kurzem einen Sattelschlepper beobachtet, der vermutlich von der Baustelle gekommen und am Rudolf-Kinau-Weg mit seinem Gespann nicht mehr um die Ecke gekommen sei. „Er fuhr dann rückwärts über den Hermann-Löns-Weg zurück zum Heederbrook“, so der Anwohner. Wenn er nicht zur Seite gesprungen wäre, „hätte er mich dabei beinahe umgefahren“. Ebenso seien zwei Schulkinder gefährdet gewesen, die auf Fahrrädern im toten Winkel hinter dem fahrenden Lkw angekommen seien. Zudem habe der Fahrer „eine Verkehrsinsel plattgefahren. Und er ist nicht der einzige, der hier durchfährt.“

Dass sich derartige Vorfälle häufen, konnten weder die Stadt noch der für die Arbeiten zuständige Landesbetrieb für Straßenbau und Verkehr (LBV) bestätigen. Zwar komme es „immer mal wieder vor“, dass sich Lkw in das  Wohngebiet verirrten, „aber von einer Häufung ist uns nichts bekannt. Uns liegt seit Beginn der Arbeiten nur eine Beschwerde vor.“ LBV-Leiter Kai-Uwe Schacht erklärte, die Baustelle sei im Vorwege ordnungsgemäß ausgeschildert, so dass Lkw-Fahrer nicht hineinfahren dürften. „Wenn sie das trotzdem tun und dann noch in einem Wohngebiet landen, liegt das vermutlich an ihrem Navi.“ Davon, dass das in Barmstedt verstärkt vorkomme, sei dem LBV aber ebenfalls nichts bekannt. Zudem sei dann nicht seine Behörde dafür verantwortlich, sagte Schacht. „Da müsste die Polizei tätig werden.“

Nicht nur in Barmstedt, auch in Hemdingen sorgen die Baustellen auf der L75 für Unmut. Die Bedarfsampel an der Einmündung Barmstedter Straße/L  195 sei vor allem abends „alles andere als optimal“ geschaltet, bemängelt Klaus-Peter Mohr. Während sich die Autos auf der L  195 mitunter bis zur Christuskapelle stauten, „kommt aus Barmstedt ein Auto um die Ecke gebogen“. Schacht erklärte dazu, die Ampel werde „bedarfsgerecht geschaltet. Die Autos auf der L  195 haben Dauergrün. Wenn aber einer auf der L111 aus Richtung Heede kommt, wird das über einen Sensor erfasst, und er bekommt Grün.“ Andernsfalls, so Schacht, „hätte er kaum eine Chance abzubiegen“. Diese Lösung werde „von vielen begrüßt“ – ebenso wie die Tatsache, dass die Ampel nachts nicht abgeschaltet werde.

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erstellt am 29.Apr.2017 | 16:00 Uhr

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