Barmstedter Kinderfest : Abschlussparty ist in Gefahr

Bei der Disko im Schuldorf herrschte ausgelassene Stimmung.
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Bei der Disko im Schuldorf herrschte ausgelassene Stimmung.

Zu wenig Personal und kein Geld: Der Handels- und Gewerbeverein kann die Feier nicht mehr ohne Hilfe auf die Beine stellen.

shz.de von
22. November 2013, 12:00 Uhr

Das Motto steht so gut wie fest: Das 127. Barmstedter Kinderfest – das am 5. Juli 2014 gefeiert wird – könnte die Überschrift ,Brasilien’ tragen. Doch ob es wieder eine ,Party danach’ geben wird, ist ungewiss. Der örtliche Handels- und Gewerbeverein (HGB), der die Feier jahrelang organisiert hat, will sich zurückziehen. „Die Party war ein schöner Abschluss des Kinderfests, aber wir allein sind personell und finanziell nicht mehr in der Lage, sie weiter durchzuführen“, sagte HGB-Chef Axel Clausen auf Anfrage unserer Zeitung. Zudem sei das Fest auch eine städtische Angelegenheit. Wenn sich allerdings die hiesigen Vereine und Verbände beteiligten, könnte neu über eine Party danach nachgedacht werden, sagte Clausen.

Die ,Party danach’, die abends auf dem Barmstedter Marktplatz gefeiert wird, zog jedes Jahr mehrere hundert Besucher an. Sollte sie platzen, „hätten wir keine Bühne für unser Abschlussprogramm. Und extra eine aufzubauen, wäre zu teuer“, gab der Kinderfestausschussvorsitzende Peter Gottschalk während des Helfertreffens zu bedenken. Die Party ins Schuldorf zu verlegen, wo auch die Kinder-Disco gefeiert wird, könnte sich negativ auf die Besucherzahlen auswirken, befürchteten manche. Einig waren sie sich darin, dass „ein Abschluss zum Kinderfest dazugehört“.

Brasilien biete sich als Motto an, weil es auch Thema der Barmstedter Länderwochen 2014 sei, so der Ausschuss. „Außerdem findet dann dort die Fußball-WM statt“, sagte Ortwin Schmidt, der zudem vorschlug, künftig nicht nur die kreativsten Umzugsgruppen, sondern auch die am schönsten geschmückten Häuser oder Gärten zu prämieren.

Für die Finanzierung des nächsten Kinderfests habe der Ausschuss „ein kleines Polster“, teilte Kassenwart Bruno Fründt mit. Durch den Grünkohlverkauf während des Weihnachtsmarkts sei ebenso Geld in die Kasse geflossen wie durch die Spenden der Bürger, für die Fründt sich ausdrücklich bedankte. Negativ zu Buche schlugen die Kosten für die Spielmannszüge, den Ritterwagen, den Pausenkuchen und die Königsmedaillen. 250 Euro spendete der Ausschuss für die Typisierungsaktion für Adriano.

Für den Auf- und Abbau des Grünkohlstands auf dem Weihnachtsmarkt werden dringend Helfer gesucht. Treffpunkt für den Aufbau: Donnerstag, 28. November, um 17 Uhr bei Peter Gottschalk in der Königstraße 55.

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