Trauerfeier : Abschied von einem „einzigartigen Menschen“ – Lothar Hachmann in Barmstedt beigesetzt

Lothar Hachmann starb vor zweieinhalb Wochen in Bangkok (Thailand).
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Lothar Hachmann starb vor zweieinhalb Wochen in Bangkok (Thailand).

Zur Trauerfeier für den ehemaligen Sparrieshooper Bürgermeister und CDU-Vorsitzenden kamen mehr als 250 Gäste.

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16. Mai 2018, 10:34 Uhr

Barmstedt | „Wir trauern um einen einzigartigen Menschen, den wir alle vermissen werden“, sagte Pastorin Antje Stümke am Ende der sehr bewegenden Trauerfeier für Lothar Hachmann. Mehr als 250 Gäste besuchten die Trauerfeier auf dem Barmstedter Friedhof, um Hachmann auf seinem letzten Weg zu begleiten. Inmitten von blühenden Rhododendren und unter Linden in einem weißen Zelt nahmen Familie, Freunde, Gemeindevertreter, Bürgermeisterkollegen, und Feuerwehrkameraden Abschied.

Pastorin Stümke sagte gleich zu Beginn, dass wohl jeder Anwesende eine Geschichte über den Verstorbenen erzählen könne. Stellvertretend übernahmen es der Sparrieshooper Wehrführer Gerd Schlüter und Sparrieshoops Bürgermeister Günther Korff, sehr persönlich auf ihre Beziehung zu Hachmann und sein ehrenamtliches Engagement zurück zu blicken. Der Wehrführer berichtete, dass Hachmann seit 1965 in der Feuerwehr aktiv war, 2003 in die Ehrenabteilung wechselte und damit allerdings sein Engagement nicht endete. „An Ruhestand war für Lothar nicht zu denken. Wenn ich Unterstützung brauchte, wusste ich immer, wenn ich Lothar frage, hat er immer eine Idee.“

Gelebtes Ehrenamt

Schlüter erzählte von Hachmanns Engagement beim Bau des Feuerwehrhauses und erinnerte sich daran, dass er von ihm regelmäßig an den „Geburtstag“ des Gebäudes erinnert wurde. Mit dem Feuerwehrmarsch beleuchtete der Wehrführer ein weiteres Thema, das dem Verstorbenen 41 Jahre lang am Herzen lag: Der Feuerwehrmarsch der Kreisfeuerwehrverbände Pinneberg und Steinburg. Hachmann war federführend für die Organisation dieser Veranstaltung verantwortlich und wurde, nachdem er 2017 den Marsch in seiner Heimatgemeinde auf die Beine gestellt hatte, verabschiedet. „Lothar hat Feuerwehr durch und durch gelebt und mich mit zu dem gemacht, was ich heut bin“, so Schlüter.

Einen ebenso persönlichen Blick auf das Wirken Hachmanns warf Sparrieshoops Bürgermeister. Er ließ kurz das kommunalpolitische Engagement des Verstorbenen Revue passieren und beschrieb dann die Treffen in Hachmanns Küche, das besondere Verhältnis zu einander – trotz unterschiedlicher politischer Einstellungen. „Ich habe bei den Gesprächen an Lothars Küchentisch viel gelernt, viel nachgefragt und immer eine ehrliche und gut gemeinte Antwort bekommen. Lothar ist zu meinem väterlichen Freund geworden“, so Korff.

Für sich selbst bescheiden und anspruchslos

In Anlehnung an den Trauspruch von Lothar Hachmann und seiner Ehefrau Elke „Seid fröhlich in Hoffnung, seid geduldig im Trübsal, haltet an im Gebet“, übernahm es Pastorin Stümke, Hachmanns Familienleben in Verbindung mit seinen zahlreichen Ehrenämtern in den Mittelpunkt zu stellen.

Stümke berichtete vom gemeinsamen Engagement von Elke und Lothar Hachmann in der Kommunalpolitik, dem „Haus der offenen Türen“, den liebevoll von Elke Hachmann angelegten und gepflegten Garten, den gemeinsamen Urlauben auf Helgoland oder, allein, nur mit den Töchtern, im Wohnwagen an der Ostsee. Stümke erinnerte auch an die Großzügigkeit Hachmanns und sagte: „Für sich selbst war Lothar Hachmann bescheiden und anspruchslos. Auch seine Hobbys hat er nicht nur für sich gemacht. Was ihm Freude machte, hat er an andere als Ausbilder weitergegeben.“

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