SV Hörnerkirchen : Abschied aus dem Vorstand

Heike Kruse will am 19. März nicht mehr für ein Amt im Vorstand kandidieren.
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Heike Kruse will am 19. März nicht mehr für ein Amt im Vorstand kandidieren.

Nach 20 Jahren beim SV Hörnerkirchen: Heike Kruse möchte ihr Amt als stellvertretende Vorsitzende in andere Hände legen.

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09. März 2018, 16:00 Uhr

Brande-Hörnerkirchen | Insgesamt 20 Jahre hat Heike Kruse das Amt der stellvertretenden Vorsitzenden des SV Hörnerkirchen ausgefüllt. Nun scheidet sie aus dem Vorstand aus. Zur Jahreshauptversammlung des Sportvereins am 19. März kandidiert sie nicht mehr für dieses Amt. „Ich möchte, dass auch andere einmal die Möglichkeit erhalten, nachzurücken und neue Ideen zu entwickeln“, so Kruse. „Aber selbstverständlich bin ich nach wie vor bereit, zu helfen und mit anzupacken.“

Als stellvertretende Vorsitzende hatte die Hörnerkirchenerin viele Aufgaben und Pflichten wahrnehmen müssen, wobei ihr Hauptaugenmerk den Hallensportarten beziehungsweise der Hallennutzung galt. Auch um Probleme der Vereinsmitglieder habe sie sich gekümmert: „Ich bin häufig als Vermittlerin zwischen verschiedenen Fronten aufgetreten“, berichtete sie. In ihre Amtszeit seien auch eine Reihe von großen Projekten gefallen. Dazu gehörte in erster Linie die Fusion verschiedener kleinerer Vereine zum SV Hörnerkirchen. Auch einige neue Sparten sind während der vergangenen 20 Jahre hinzugekommen – so unter anderem Trampolin und Modellflug.

Kruse stammt aus Hörnerkirchen. Nach dem Besuch der Grundschule wechselte sie zur Realschule in Elmshorn. Später absolvierte sie eine Ausbildung zur Verwaltungsfachangestellten im Rathaus Barmstedt. Dort ist sie immer noch tätig. Dem SV Hörnerkirchen gehört sie seit ihrem sechsten Lebensjahr an, wo sie turnte und Handball spielte. In beiden Sportbereichen war sie auch als Betreuerin tätig. Kruse ist verheiratet und hat drei – fast – erwachsene Kinder. Reisen führen die Familie quer durch Deutschland.

Kruse gehöre quasi zu den Urgesteinen des Sportvereins, berichtete die Vorsitzende Kerstin Rubart. „Wir haben uns bereits eine Nachfolgerin ausgeguckt.“ Vorstandsposten zu besetzen sei – wie bei anderen Vereinen – nicht immer einfach. Man müsse potenziellen Anwärtern erklären, dass das keine Mammutaufgabe sei und die Arbeit auf viele Schultern verteilt werde, so Rubart. Aktuell seien im Verein etwa 50 Übungsleiter tätig, viele allerdings schon älteren Semesters. Die Führungsspitze des SV Hörnerkirchen wünscht sich eine Verstärkung der Reihen durch junge, dynamische Menschen, die auch neue Ideen mitbringen. Die Zahl der Abteilungen beträgt zehn.

Im Herbst und Winter habe sie sich Sorgen gemacht, weil die Mitgliederstärke des Vereins unter die Zahl 800 gesunken war, so Rubart. Mittlerweile habe sich die Lage gebessert, dem SV Hörnerkirchen gehörten zuletzt 803 Mitglieder an. Besonders nachgefragt seien außer Fußball das Eltern-Kind-Turnen, das sich zu einem „Renner“ entwickelt habe.

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