Abiturienten zieht es ins Ausland

Voller Vorfreude: die Abiturienten und ihre Familien warten in der Sporthalle auf den Beginn der Entlassungsfeier.  Fotos: Jaster (4)
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Voller Vorfreude: die Abiturienten und ihre Familien warten in der Sporthalle auf den Beginn der Entlassungsfeier. Fotos: Jaster (4)

Feierliche Entlassungsfeier am Barmstedter Gymnasium / Viele Absolventen wollen vor dem Studium im Ausland arbeiten

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23. Juni 2018, 15:57 Uhr

Mit einer lautstarken Fanfare hat die Schulband Barmstedt Brass unter der Leitung von Cord Boy gestern die feierliche Verabschiedung des Abiturientenjahrgangs eröffnet. Schulleiter Jan Skendzic sagte in seiner Begrüßungsrede: „Die wichtigsten Dinge im Leben lernt man bereits im Kindergarten. Hätte Herr Trump da ein bisschen besser aufgepasst, sähe die Weltpolitik wohl anders aus.“

Bürgermeisterin Heike Döpke (parteilos) überbrachte die Glückwünsche der Stadt. „Ich wünsche euch viel Erfolg beim Erleben eines neuen Weges.“ Mario Bäumer, einer der Jahrgangslehrer und Moderator der Feier, sagte: „Es ist ein guter Jahrgang mit einem Notenschnitt von 2,4. Bei elf Schülern steht eine Eins vor dem Komma. Alle haben sich ganz intensiv in das Schulleben eingebracht. Ich werde sie vermissen.“ Nach weiteren Reden von Schülersprecherin Lena Bölter und Lehrerin Inger Kändler sowie Auftritten der Band „Le Bocage“ war es dann so weit: Die 54 Absolventen durften ihre Zeugnisse in Empfang nehmen. Es sei ein relativ kleiner Jahrgang, sagte Bäumer, weil einige bereits nach der zwölften Klasse mit der Fachhochschulreife abgegangen seien.

Was sie nach dem Abi machen wollen, wissen viele schon – etwa Annika Horstmann. Sie will für sechs Monate nach Australien gehen und dort vormittags einen Sprachkurs machen und nachmittags als Au-pair arbeiten. „Dann folgt ein Praktikum bei SAT 1 in den Niederlanden mit Ausrichtung International Communication, und in diese Richtung geht dann auch mein Studium“, sagte sie. Die Schulzeit sei „genial“ gewesen, sagt sie. „Ich habe total tolle Menschen kennengelernt, mit denen ich mein Leben lang zu  tun haben möchte.“

Als jahrgangsbester Schüler mit der Traumnote von 1,0 blickte auch Marcel Meyer positiv auf seine Schulzeit zurück. „Wir hatten eine ganz tolle Klassengemeinschaft. Ich beginne jetzt ein duales Studium mit der Fachrichtung International Business.“ Auch Nathalie Siedenhans (Foto) war begeistert von der Zeit auf dem Gymnasium. „Ich habe viele gute Freunde kennen gelernt. Ab Oktober gehe ich für sechs Monate nach Südafrika und mache dort work and travel. Und 2019 beginnt dann mein Studium zur Schifffahrtskauffrau.“

In die weite Welt hinaus zieht es auch Lukas Trümner (Foto rechts). Er geht mit dem internationalen Zweig des deutschen Christlichen Vereins Junger Menschen (CVJM), dem YMCA, für ein Jahr nach Togo. „Dort werde ich in einem Jugendzentrum soziale Arbeit leisten. Ich erhoffe mir vielfältige Erfahrungen und will erleben, was Extremsituationen mit mir machen. Danach werde ich wohl Lehramt studieren.“

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