Hochwasser in der Region Barmstedt : A23: Krückau-Pegel erreicht 2,25 Meter

<p>Wer von Kölln-Reisiek oder Elmshorn aus die A23 an der Krückaubrücke unterqueren möchte, braucht derzeit ein Boot. Gestern erreichte der Pegel an der Autobahn einen Stand von 2,25Meter. Höher stand das Wasser in den vergangenen Jahren zuletzt nur an Weihnachten 2014, als starker Dauerregen unter anderem in Barmstedt Teile  der Stadt  unter  Wasser setzte.  Aber es gibt einen Sonnenstreifen am Horizont: Ab Sonnabend soll das Wetter deutlich besser werden.</p>
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Wer von Kölln-Reisiek oder Elmshorn aus die A23 an der Krückaubrücke unterqueren möchte, braucht derzeit ein Boot. Gestern erreichte der Pegel an der Autobahn einen Stand von 2,25Meter. Höher stand das Wasser in den vergangenen Jahren zuletzt nur an Weihnachten 2014, als starker Dauerregen unter anderem in Barmstedt Teile  der Stadt  unter  Wasser setzte.  Aber es gibt einen Sonnenstreifen am Horizont: Ab Sonnabend soll das Wetter deutlich besser werden.

Zahlreiche Wiesen und Wege in der Region Barmstedt und in Elmshorn sind nach dem Dauerregen überflutet. Ab dem Wochenende wird besseres Wetter erwartet.

shz.de von
05. Januar 2018, 16:00 Uhr

Barmstedt | Sturmtief „Burglind“ ist in der Nacht zu gestern mit Windgeschwindigkeiten von mehr als 110 Stundenkilometern über Norddeutschland hinweggefegt. Keller liefen aufgrund des starken Regens voll Wasser, Straßen und Wirtschaftswege wurden überspült und Äste brachen ab. Die Feuerwehren im Kreis Pinneberg mussten 20 Mal ausrücken. Die Feuerwehr Bilsen war gestern Abend laut eigenen Angaben im Einsatz, um zu verhindern, dass Wasser aus einem See in ein Gebäude läuft. Flüsse traten über die Ufer – wie etwa die Pinnau in Pinneberg, die Krückau in Barmstedt, Kölln-Reisiek und Elmshorn und die Offenau in Groß Offenseth-Aspern und Bokholt-Hanredder.

Wenige Stunden nach Mitternacht erreichte die Krückau gestern an der A 23-Brücke bei Kölln-Reisiek einen Höchststand von etwa 2,25 Meter. Zum Vergleich: Das Mittelwasser liegt an dieser Stelle bei 86 Zentimetern. Ähnliche Höchstwerte gab es in den vergangenen zehn Jahren laut schleswig-holsteinischen Umweltministerium nur vier Mal: Am 6. Oktober vergangenen Jahres erreichte der Pegel 2,19 Meter, an Weihnachten 2014 waren es sogar 2,36 Meter. Damals standen Teile Barmstedts wegen des Dauerregens unter Wasser, Feuerwehr und THW mussten zu zahlreichen Einsätzen ausrücken. Am 6. November 2010 wurden am A 23-Pegel 2,23 Meter gemessen, wenige Monate später am 7. Februar 2011 waren es 2,19 Meter.

Teile des Krückauwanderwegs zwischen Barmstedt und Elmshorn können derzeit wegen des Hochwassers nicht genutzt werden und sind gesperrt – darunter auch Abschnitte in Barmstedt zwischen Austraße und Rantzauer See. Auch in Elmshorn standen viele Flächen unter Wasser, unter anderem der Krückaupark.

Entspannung ist aber in Sicht: Heute soll es erneut Schauer geben, laut Meteorologe Sebastian Wache von der Wetterwelt in Kiel bahnen sich für Schleswig-Holstein ab Sonnabend dann mehrere Tage mit Sonnenschein und ohne Niederschläge an. Seit Frühsommer habe es in Schleswig-Holstein kein einziges Mal drei Tage am Stück gegeben, an denen es nicht geregnet habe. Auch der Deutsche Wetterdienst sagt für die Zeit ab Sonntag deutlich besseres Wetter für Schleswig-Holstein voraus. Dazu sollen die Temperaturen sinken. Die Prognose von Kachelmannwetter zeigt ein ähnliches Bild für Barmstedt und Elmshorn: Die Niederschläge enden, die Sonne kommt heraus. Die Temperaturen sollen um den Gefrierpunkt liegen.

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