Barmstedt : Hohe Corona-Zahlen: Stadtvertretung tagt wieder per Videokonferenz

Avatar_shz von 01. Dezember 2021, 07:00 Uhr

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Die Barmstedter Stadtvertreter hatten bereits im Februar 2021 per Videokonferenz getagt. Nun geht es zurück in dieses Format, wenn auch formal in Hybridform.
Die Barmstedter Stadtvertreter hatten bereits im Februar 2021 per Videokonferenz getagt. Nun geht es zurück in dieses Format, wenn auch formal in Hybridform.

Die Entscheidung dazu hat Bürgervorsteher Uwe Runge (CDU) aufgrund der steigenden Corona-Zahlen getroffen. Er wolle nicht die Verantwortung dafür tragen, falls sich jemand während einer Sitzung mit dem Virus infiziere.

Barmstedt | Die Stadtvertretung Barmstedt kehrt zur Videokonferenz als vorrangiges Format zurück. Das hat Bürgervorsteher Uwe Runge (CDU) vor der nächsten Sitzung am Dienstag, 7. Dezember, angesichts der steigenden Corona-Zahlen so festgelegt. „Es wäre eigentlich das falsche Signal, normal zu tagen wenn rundherum Feierlichkeiten abgesagt werden“, sagte der erste Bürger Barmstedts auf Anfrage von shz.de. Erfahrung mit alternativen Tagungsformen Die Entscheidung sei eher spontan gefallen, so Runge. Eigentlich hatte er in der vergangenen Woche zusammen mit Rathaus-Mitarbeiterin Michelle Möller alternative Räumlichkeiten für die Sitzung des höchsten Gremiums der Selbstverwaltung mit 23 Mitgliedern plus Vertretern der Verwaltung und Öffentlichkeit sich angucken wollen. Dann trudelten bei ihm die Absage des CDU-Kreisparteitages und die Information, dass der Pinneberger Kreistag auf die Videokonferenz wechselt, ein. Die Barmstedter Kommunalpolitiker haben in den vergangenen eineinhalb Corona-Jahren bereits reichlich Erfahrung mit alternativen Tagungsformen gesammelt. Die Gremien haben statt im Rathaus mit weitem Abstand zwischen den Sitzplätzen mehrfach in der Sporthalle Schulstraße getagt, ehe es zu Zeiten des zweiten und dritten Lockdows ab Sommer 2020 auf Videokonferenzen umgeswitcht wurde. Die Rückkehr in den Normalbetrieb hatten dann alle Politiker durch die Bank weg begrüßt – und einige wären wohl auch am liebsten jetzt dabei geblieben, so Runge. Er sagte: „Ich weiß, die Mehrheit wollte tagen wie sonst auch, aber die Zahlen werden jeden Tag dramatischer – und ich will nicht der Joshua Kimmich der Barmstedter Kommunalpolitik werden.“ Wir haben einige Nicht-Geimpfte unter uns. Dass die über Weihnachten im Krankenhaus liegen, möchte ich nicht verantworten. Vor allem wenn mehrere Besucher ins Rathaus kommen, wird es im Zuschauerbereich eng, wie Runge aus Erfahrung weiß. Er verweist auf die Tagung des Bau- und Umweltausschusses am 8. November, als unter anderem Konzepte für die Schlossinsel und die James-Krüss-Schule vorgestellt wurden. „Wenn eine größere Öffentlichkeit kommt, haben wir ein Problem. Die letzte Bauausschusssitzung war sehr grenzwertig, denn wir haben einige Nicht-Geimpfte unter uns. Dass die über Weihnachten im Krankenhaus liegen, möchte ich nicht verantworten.“ Ausschuss-Vorsitzende entscheiden nach eigenem Ermessen Die Entscheidung Runges gilt indes nur für die Stadtvertretung als höchstes Entscheidungsgremium, nicht die untergeordneten Ausschüssen. „Deren Vorsitzende entscheiden selbst“, betonte der Bürgervorsteher. Ins Rathaus nur mit 3G-Regelung Eine Pflicht, dem Geschehen der Stadtvertretung am 7. Dezember ausschließlich am Bildschirm zu folgen, gibt es nicht. Offiziell ist eine sogenannte Hybridsitzung geplant. So werden Runge und die Verwaltungsmitarbeiter mit Bürgermeisterin Heike Döpke an der Spitze von 19 Uhr an an den Tischen in der Kommunalen Halle des Rathauses sitzen. Auch Besucher können hinzukommen – allerdings nur wenn sie geimpft, getestet oder genesen sind. Im Rathaus gilt die 3G-Regelung. Eine Testung vor Ort ist 15 Minuten vor Sitzungsbeginn möglich. So funktioniert die digitale Sitzung ...

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