550 000 Euro: Hallenbad wird saniert

Das Barmstedter Hallenbad wurde 1979 eingeweiht. Jetzt soll es runderneuert werden.
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Das Barmstedter Hallenbad wurde 1979 eingeweiht. Jetzt soll es runderneuert werden.

Stadtwerke planen umfangreiche Modernisierung und hoffen auf Zuschüsse vom Land / Arbeiten während der Sommerferien

shz.de von
22. Mai 2015, 16:12 Uhr

Für die Sanierung des Hallenbads nehmen die Barmstedter Stadtwerke viel Geld in die Hand: Die Arbeiten sollen 550  000 Euro kosten. Eventuell wird es aber günstiger: „Wir haben beim Land Zuschüsse beantragt“, sagte Geschäftsführer Fred Freyermuth am Mittwoch im Werkausschuss. Die maximale Fördersumme belaufe sich auf 240  000 Euro. Die Entscheidung, ob eine Förderung gewährt wird, werde Ende Juni fallen, sagte Bürgermeisterin Heike Döpke (parteilos). Insgesamt seien zwei Millionen Euro im Fördertopf, „und die sind noch nicht ausgeschöpft“.

Trotz der Unsicherheit gaben die Politiker für das Vorhaben einstimmig grünes Licht. „Wir sollten das Risiko eingehen“, sagte der Ausschussvorsitzende Dietrich Tetz (CDU). Denn das Hallenbad müsse „auf jeden Fall erhalten werden. Sonst droht uns hier ein Verödungsprozess: Erst macht das Kino dicht, dann das Hallenbad.  .  .“ Zudem seien die geplanten Maßnahmen notwendig, „und wenn wir sie schieben, wird es nur teurer“. Jürgen Busse (SPD) erklärte, in Anbetracht des Sanierungsstaus und des jährlichen Defizits – etwa 200  000 Euro – „hätte ein privater Betreiber das Bad längst abgeschlossen. Wenn wir jetzt zustimmen, sagen wir Ja zum Bad für die nächsten 20 Jahre. Und dann sollten wir nicht hinterher wieder jammern, dass das Defizit so hoch ist.“ Außerdem sollte die Halle von außen verschönert werden, sagte Busse. „Denn was nützt das schönste Drinnen, wenn es von draußen grottig aussieht?“

Laut Freyermuth ist unter anderem geplant, die defekte Fensterfront am Stiefelgang auszutauschen, das Wassertretbecken zu sanieren, um es später auch als Planschbecken für Kleinkinder verwenden zu können, die Lüftungsanlagen energetisch zu sanieren, ein Kinder-WC zu bauen, das direkt vom Bad aus zugänglich ist, barrierefreie Zugänge zu Umkleiden und Duschen zu schaffen, Notrufsysteme im Behindertenbereich zu installieren und die Warmwasserversorgung in den Duschen umzurüsten. Zurzeit werde etwa das Duschwasser zentral erwärmt, sagte Freyermuth. „Dann ist es manchen zu kalt und anderen zu warm.“ Künftig sollen die Besucher an jeder Dusche die Temperatur einstellen können. Die Lüftungsanlage, die zurzeit rund um die Uhr laufe, solle nach dem Umbau nur noch nach Bedarf anspringen, um Energie zu sparen.

Die Arbeiten werden zu Beginn der Sommerferien starten und voraussichtlich acht Wochen dauern.

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