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Neue Versorgungsleitungen : 500.000 Euro für neue Rohre

vom
Aus der Redaktion der Barmstedter Zeitung

Die Stadtwerke Barmstedt verlegen zwischen Barmstedt und Bokholt-Hanredder Rohre für Wasser, Gas und Glasfaserkabel.

shz.de von
erstellt am 15.Apr.2014 | 06:00 Uhr

Bockholt-Hanredder | Autofahrer, die derzeit zwischen Barmstedt und Elmshorn unterwegs sind, werden sie schon aufgefallen sein: An der Vosslocher Chaussee und Teilen der Hauptstraße in Bokholt-Handredder liegt derzeit eine Vielzahl langer Rohre. Dazwischen befinden sich immer wieder kleine Baustellen. Die Stadtwerke Barmstedt sind derzeit damit beschäftigt, neue Versorgungsleitungen bis nahe der A23 zu verlegen, teilte Geschäftsführer Fred Freyermuth auf Anfrage dieser Zeitung mit. Verlegt werden eine neue Wasserhauptleitung, eine Erdgasfernleitung und ein Leerohr für ein Glasfaserkabel. Spätestens im Oktober sollen die Arbeiten beendet sein. Zu Verkehrsbehinderungen für Autofahrer soll es laut Freyermuth nicht kommen.

Verlegt werden die Leitungen in Bokholt-Hanredder auf der nördlichen Gehwegseite der Hauptstraße bis zur Einmündung „Hanredder“ und im weiteren Verlauf auf der Südseite bis zum Schulweg. Die Kosten für Arbeiten und Material liegen laut Freyermuth bei etwa 500.000 Euro.

Vossloch werde seit langen Jahren mit Wasser aus Barmstedt versorgt, berichtet der Stadtwerke-Geschäftsführer. „Aber die Leitungen sind in die Jahre gekommen, immer wieder gibt es Schäden und Störungen“, so Freyermuth. Aus diesem Grund verlege man eine neue Hauptwasserleitung.

Da bei derartigen Arbeiten etwa 90 Prozent der Kosten auf den Tiefbau entfallen würden, verlegen die Stadtwerke gleich noch zwei weitere Leitungen – darunter ein Leerrohr für Glasfaserkabel. Sollte die Gemeinde Bokholt-Hanredder Interesse daran haben, sich irgendwann an das schnelle Internet anzuschließen, könne schnell ein Glasfaserkabel von Barmstedt nach Vossloch eingeblasen werden.

Zudem verlegen die Stadtwerke eine neue Erdgasfernleitung, die aber nicht in Betrieb gehen soll, wie Freyermuth erläutert. „Sie hat einen reinen betriebswirtschaftlichen Sinn und keinen tatsächlichen technischen Hintergrund.“ Die Ausgangslage: Parallel zur A23 verläuft laut Freyermuth eine Gashochdruckleitung. Die Stadtwerke verlegen ihre Fernleitung im Zuge der Bauarbeiten nahe an die Autobahn und die Hochdruckleitung, „damit die Strecke, die wir theorethisch zur Autobahn brauchen, kürzer wird“, so der Stadtwerke-Chef. Mithilfe dieser Leitung soll das Netznutzungsentgelt, das an den vorgelagerten Netzbetreiber gezahlt wird, reduziert werden. In Betrieb werde die Leitung vorerst nicht genommen, „aber wir senken die Kosten trotzdem“. Rechnen würde sich das Projekt dadurch, „dass wir die Kosten auf Gas, Wasser und Glasfaser verteilen können“, berichtet der Werkleiter.

Aufgrund des milden Winters seien die Arbeiten zwischen Bokholt-Hanredder früher gestartet, so Stadtwerke-Chef Fred Freyermuth. Vor Kurzem sei man bei den Tiefbauarbeiten allerdings auf alte Regenwasserkanäle gestoßen. „Die Trasse ist voll“, so Freyermuth. Im Oktober sollen die Arbeiten beendet sein. Verkehrsbehinderungen für Autofahrer soll es keine geben.
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