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Barmstedter Zeitung

17. August 2017 | 11:55 Uhr

Jubiläum : 50 Jahren THW Barmstedt

vom
Aus der Redaktion der Barmstedter Zeitung

Heute vor 50 Jahren fand der erste Dienstabend des THW Barmstedt statt.

Barmstedt | Ob der Flugzeugabsturz auf der A7 bei Hasloh im Jahr 1971, das Elbhochwasser 2013 oder die Explosion eines Hauses in Itzehoe in diesem Jahr: Seit 50 Jahren existiert der THW-Ortsverband Barmstedt, seit 50 Jahren werden sie immer dann zur Hilfe gerufen, wenn es um technische Hilfeleistungen oder Gefahrenabwehr geht. „Wir haben hier eine gute Kameradschaft“, berichtet Jugendbetreuer Manfred Lüder. Den runden Geburtstag will das THW jetzt feiern: Während eines großen Fests am Sonnabend, 6. September, können alle Barmstedter einen Blick hinter die Kulissen der Helfer werfen.

42 aktive Mitglieder hat der Ortsverband derzeit, aufgeteilt auf den Leitungsstab und den Technischen Zug. Lüder ist seit 2012 beim THW dabei, im vergangenen Jahr übernahm er die Jugendgruppe mit derzeit 18 Mitgliedern. „Ich wollte etwas vernünftiges tun“, sagt er über sein Engagement. „Ich wollte etwas, das nicht Haus, Familie oder Arbeit ist. Das THW hat mir zugesagt.“ Handwerkliches Geschick sei für einen Helfer zwar von Vorteil, aber nicht zwingend notwendig. „Man bekommt eine Ausbildung und ist nicht alleine.“ Acht Fahrzeuge stehen auf dem Hof „An der alten Mühle“ – vom Radlader bis zum Gerätekraftwagen aus dem Jahr 1986. Das THW rücke mit seinem Gerät aber nicht nur aus, um Personen zu retten, unterstreicht Lüder. „Wir sind auch da, um Umweltschäden und wirtschaftliche Schäden zu verhindern.“

Ein Einsatz wie der im März nach der Gasexplosion in Itzehoe sei kein typischer THW-Einsatz gewesen. „Wenn bei uns der Melder geht, müssen wir in der Regel nicht hierher rennen“, so Lüder weiter. „Du weißt schon, was da kommt“, sagt er im Hinblick auf das Elbhochwasser im Juni 2013, als das THW Barmstedt die Einsatzkräfte bei der Logistik unterstützte. Bei Lauenburg transportierten sie unter anderem Sandsäcke. „Die Ortsverbände ergänzen sich bei solchen Einsätzen untereinander“, ergänzt Zugführer Maik Ranschau. „Das kommt gerade bei großen Einsätzen zum Tragen.“ 2013 sei der Ortsverband insgesamt 52 Mal im Einsatz gewesen – eine hohe Zahl, sagt Lüder. Auslöser seien die Sturmschäden durch die Orkane „Xaver“ und „Christian“ gewesen. Für die Helfer gibt es dabei eine besondere Regelung: Der Arbeitgeber muss den THW-Helfer per Gesetz freistellen. Bei der Bundeskasse kann der Arbeitgeber dann einen Antrag auf Entschädigung stellen.

Eine große Besonderheit des Ortsverbands Barmstedt ist die Feldküche: „Bei langen Einsätzen sind wir für die Versorgung zuständig“, erläutert Gruppenführer Stefan Gebers. „Wir haben eine Grundreserve an Nahrungsmitteln. Aus dem Stegreif können wir für 300 bis 400 Leute kochen.“ Zudem gebe es Notfall-Pläne, um schnell an Lebensmittel zu kommen. Gebers: „Es bestehen Kontakte zu lokalen Supermärkten.“ Auch für die Position des Feldkochs gibt es eine spezielle Ausbildung im THW.

In den kommenden Tagen wird diese Zeitung im Rahmen einer Serie weitere THW-Helfer vorstellen – und über ihr Engagement sowie ihre Motivation zu berichten.

Der THW-Ortsverband Barmstedt wurde am 19. Juni 1964 gegründet. Zum ersten Dienstabend heute vor 50 Jahren begrüßte der damalige Ortsbeauftragte Gert Rittner einen Zugführer, einen Ausbildungsleiter und 17 Helfer. Ihre erste Unterkunft waren Räume der Firma Brodersen in der Königstraße. 1990 bezogen die Helfer ihre heutige Unterkunft „An der alten Mühle“.
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erstellt am 01.Aug.2014 | 12:00 Uhr

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