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Bewegte Geschichte : 50 Jahre Freie Wählergemeinschaft Barmstedt

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Aus der Redaktion der Barmstedter Zeitung

Die Gründungsmitglieder erinnern sich an die bewegte Geschichte und benennen als aktuelle Ziele die Stärkung der Innenstadt und die Sanierung der Schulen.

shz.de von
erstellt am 01.Mär.2016 | 16:00 Uhr

Barmstedt | Anfangs wurde sie als „Sporthallenpartei“ belächelt, doch schnell gewann sie durch ihre politische Arbeit an Ansehen und Respekt. Am Sonntag konnte die Freie Wählergemeinschaft Barmstedt (FWB) mit 160 Gästen in der Aula der Grund- und Gemeinschaftsschule ihr 50-jähriges Bestehen feiern. Mehrere ehemalige Vorsitzende und politische Urgesteine reflektierten die Geschichte der FWB, die bisweilen spannend wie ein guter Krimi klang.

Die Erfolgsgeschichte der FWB begann 1966, als sich 19 engagierte Bürger in der Gaststätte „Unverhofft“ einfanden. Sie alle vereinte ein Ziel: der Bau einer Sporthalle – in erster Linie für die BMTV-Handballer, die damals in der höchsten Liga spielten. Sechs Wochen später zog die neue Gruppierung mit fast einem Drittel der Stimmen als zweitstärkste Fraktion mit sieben von 23 Mandaten nach der CDU und vor der SPD in den Rat ein. Drei Jahre später wurde die ersehnte Sporthalle gebaut.

„Wir wurden von den politischen Parteien nicht gerade freundlich empfangen“, erinnerte sich Gründungs- und Ehrenmitglied Alfred Dittmer, der detailliert von den Anfängen berichtete. „Wir haben uns dann gleich an die kommunalen Probleme herangemacht und unter anderem wesentlich zur Schaffung und zum Ausbau von Kita-Plätzen beigetragen. Die FWB hat starken Einfluss auf die Entwicklung der Stadt Barmstedt genommen.“

Im Folgenden ließen die ehemaligen Vorsitzenden Theo Hanken (1970 bis 1974), Uwe Nienstedt (1974 bis 1987) und Wilfried Quell (1987 bis 2007) die Historie der Freien Wählergemeinschaft Barmstedt Revue passieren, oft gewürzt mit einer Prise erfrischenden Humors. Nienstedt erinnerte an die drei großen Themen, die während seines Vorsitzes die Diskussion beherrschten: die geplanten Schließungen der EBO und der Rettungswache, die verhindert werden konnten, sowie der anvisierte Bau des Flughafens Kaltenkirchen: Auch daraus wurde nichts. Zum Schluss ergriff der jetzige Vorsitzende Peter Gottschalk das Wort. Er gab zu, dass er sich bei seinem FWB-Eintritt niemals hätte vorstellen können, dass ihn einmal die FWB und Barmstedt in diesem Ausmaß einnehmen würden. Die FWB habe viel bewegt, wie er feststellte. Jetzt gelte es, die Schulbausanierung und die Stärkung der Innenstadt voranzutreiben.

Axel Schmidt (l.), Peter Gottschalk (r.) und Sabine Boretzki (alle FWB) überreichten den Vertretern der Jugendorganisationen der Freiwilligen Feuerwehr, des THW und der Malteser Spenden.
Axel Schmidt (l.), Peter Gottschalk (r.) und Sabine Boretzki (alle FWB) überreichten den Vertretern der Jugendorganisationen der Freiwilligen Feuerwehr, des THW und der Malteser Spenden. Foto: Schilling
 

Im Rahmen der Veranstaltung erhielten die Jugendorganisationen der Freiwilligen Feuerwehr, des THW und der Maltester Spenden in Höhe von jeweils 500 Euro. Dem offiziellen folgte der gemütliche Teil, der mit Essen und anregenden Gesprächen ausgefüllt war. Erholen konnte sich dabei auch Axel Schmidt, der als Moderator durch die Veranstaltung geführt hatte.

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