zur Navigation springen
Barmstedter Zeitung

23. Oktober 2017 | 03:34 Uhr

Lutzhorn : 40 Jahre Reit- und Fahrverein

vom
Aus der Redaktion der Barmstedter Zeitung

Der Reit- und Fahrverein Lutzhorn kann auf sein 40-jähriges Bestehen zurückblicken. Regelmäßige Veranstaltungen werden immer beliebter.

shz.de von
erstellt am 19.Aug.2014 | 16:00 Uhr

Lutzhorn | Mit einem Jubiläumsball feiert der Reit- und Fahrverein Lutzhorn (RuFV) noch in diesem Jahr sein 40-jähriges Bestehen. Der Termin: 8. November. Die Gründungsversammlung fand am 16. Juli 1974 unter der Leitung von Fritz Müller, Arthur Vollstedt und Günter Püttjer in der Gastwirtschaft „Behrens“ mit insgesamt 31 Interessierten statt. Eine Reihe von ihnen gehört noch heute dem Verein an. Als der 1. Vorsitzende Fritz Müller 1977 verzog, wurde Johannes Lohse zum Vorsitzenden, Otto Kühl zu seinem Stellvertreter gewählt. Der neue „erste Mann“ trieb die Ausbildung der jungen Reiter energisch voran. So wagte man sich bereits 1978 an das erste Lutzhorner Ponyturnier, das von nun an alle zwei Jahre auf der Hauskoppel von Otto Kühl stattfinden sollte.

Mit insgesamt 179 gemeldeten Tieren war die Resonanz beachtlich. Als sich Lohse im selben Jahr aus dem Vereinsleben zurückzog, übernahm Kühl zunächst kommissarisch und ab 1980 als gewählter Vorsitzender die Führung des Vereins. Ein besonderes Anliegen war ihm die Förderung der jungen Reiter. Während in den ersten Jahren der reine Ponysport das Vereinsleben bestimmte, mischten sich mehr und mehr Großpferde unter die sportlichen Aktivitäten – nicht zuletzt, weil viele Reiter ihren Ponys entwuchsen und umstiegen. Beim Turnier 1984 wurden erstmals Großpferde zugelassen. Die Unterbringung der dem Verein angehörenden Pferde und Ponys verteilte sich hauptsächlich auf den Morgenländer Hof, den Tannenhof, Stall Kühl und Hof Siebenlinden in Lutzhorn sowie den Stall Brammann in Klein Offenseth. Der von Britta Kneetz betriebene Tannenhof zog 1994 nach Horst um. Als der Verein 1994 das 20-jährige Bestehen mit einem Turnier feierte, stieß er mit 619 gemeldeten Ponys und Pferden an die Grenzen der Belastbarkeit: Die Reitsportveranstaltung musste auf drei Tage ausgedehnt werden, was eine harte Bewährungsprobe für die Verantwortlichen und die vielen ehrenamtlichen Helfer darstellte.

Im Laufe der Jahre wurde das Bild der traditionellen Turnierreiter durch eine wachsende Anzahl von Freizeitreitern aufgelockert. Besonders rührig zeigte sich dabei zeitweilig eine Gruppe von Westernreitern, die sich dem Verein angeschlossen hatten und aktiv am Vereinsleben teilnahmen. Das Turnier in 1998 verzeichnete sage und schreibe über 2000 Nennungen. Ein Jahr später wurde das 25-jährige Vereinsjubiläum im Festzelt auf dem Lutzhorner Sportplatz gefeiert. 2003 gelang es dem RuFV Lutzhorn erstmals, eine Großpferde-Mannschaft auf dem Landesturnier in Bad Segeberg an den Start zu schicken. Mit einem beachtlichen Mittelplatz war dies eine durchaus gelungene Premiere, während die „routinierten Ponys" sich bis auf den siebten Platz vorkämpften. Im selben Jahr gab es eine Premiere: Der RuFV richtete ein Vielseitigkeitsturnier in der Kategorie B aus; an den Start gingen 100 Pferde beziehungsweise Reiter. Wenngleich die Organisatoren zunächst etwas skeptisch an diese Veranstaltung herangingen, konnte anschließend ein positives Resümee gezogen werden.

Im Februar 2008 ging eine große Ära zu Ende: Der langjährige Vorsitzende Otto Kühl, der 25 Jahre die Geschicke des Vereins geleitet hatte, stellte sich auf der Hauptversammlung nicht mehr zur Wahl. Nachfolgerin wurde Sabine Reimers-Mortensen. Mit der 2. Vorsitzenden Ute Lill-Bonnhoff ist der Verein nun in „Frauenhand". Der RuFV Lutzhorn ist nach wie vor weit über den Kreis Pinneberg hinaus bekannt für seine Erfolge, insbesondere im Ponysport. Dörte Kühl kümmert sich überwiegend um die Ausbildung der jungen Ponys und deren Reiter. Ein besonderes Augenmerk legt der Verein, der aktuell 225 Mitglieder zählt, auf das Abteilungsreiten.

Zu den regelmäßig wiederkehrenden Veranstaltungen gehören die Osterrallye, das im zweijährigen Rhythmus stattfindende Sommerturnier sowie das Adventsreiten auf dem Hof Weber in Hörnerkirchen. Die bedeutendste Reitsport-Veranstaltung 2013 war ein Turnier auf der Grenzhöhe. Dort stellten jugendliche Ponyreiter aus Schleswig-Holstein und Hamburg ihr Können in Dressur- und Springprüfungen bis zur Klasse L unter Beweis. Im Rahmen des Turniers wurden zudem die Kreismeisterschaften des Kreisreiterbunds Pinneberg ausgetragen. Großen Spaß bereiten den Mitgliedern auch die Freizeitaktivitäten – beispielsweise die jährliche Fahrt zum Derby nach Hamburg-Flottbeck.

Karte
zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen