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Barmstedter Zeitung

16. Dezember 2017 | 08:24 Uhr

Barmstedt : 37.000 Euro für die 875-Jahr-Feier

vom
Aus der Redaktion der Barmstedter Zeitung

Der Kulturausschuss hat den Kosten für das Festprogramm zugestimmt. Der Beschluss fiel jedoch unter Ausschluss der Öffentlichkeit.

shz.de von
erstellt am 22.Nov.2014 | 10:15 Uhr

Die Stadt Barmstedt feiert im kommenden Jahr ihren 875. Geburtstag. Dieser Anlass soll gefeiert werden, waren sich die Stadtvertreter einig. Doch wie viel ist den Politikern die Feier wert? Darüber entbrannte im jüngsten Kulturausschuss eine längere Debatte. Die Arbeitsgruppe, die sich mit der Planung der Veranstaltungen befasst, hat die Kosten dafür auf 37 000 Euro veranschlagt. „Das ist eine vorsichtige Schätzung“, stelle Bürgermeisterin Heike Döpke (parteilos) klar. Mögliche Einnahmen aus Eintrittsgeld oder von Sponsoren seien nicht berücksichtigt. „Es kann sich also noch vieles ändern.“

Ernst-Reimer Saß (CDU) und Henrik Pünner (BALL) störten sich vor allem daran, dass in der Vorlage die Kosten den Veranstaltungen nicht einzeln zugeordnet waren. „Ich werde den 37 000 Euro nicht zustimmen, wenn ich nicht weiß, was wieviel kostet“, sagte Saß. Das sei verständlich, entgegnete Döpke. „Aber wir wollen keine öffentliche Diskussion darüber führen, wer 100 Euro mehr kriegt als der andere.“ Susanne Rattay (FWB) räumte ein, sie sei von dem Betrag „auch erstmal geschockt gewesen. Aber ich vertraue darauf, dass die Arbeitsgruppe sparsam wirtschaftet.“ Die 850-Jahr-Feier habe seinerzeit 128 000 DM gekostet, berichtete Michael Schönfelder (FWB), und die Ausschussvorsitzende Petra Krämer (SPD) befand: „Für 10 000 Euro bräuchten wir nichts zu machen.“

Auf Antrag von Saß wurde die Beratung schließlich im nicht-öffentlichen Teil fortgesetzt, in dem die Politiker detailliert über die Kosten informiert wurden. Ergebnis laut Verwaltung: Bei zwei Enthaltungen stimmte der Ausschuss dafür, die 37 000 Euro freizugeben. Das letzte Wort haben die Stadtvertreter am 9. Dezember.

Das von der Arbeitsgruppe bislang ausgearbeitete Programm beinhaltet 17 unterschiedliche Veranstaltungen aus den Bereichen Sport, Kultur, Natur, Geschichte und Kunst (siehe Info-Kasten). Davon seien jedoch zwölf „altbekannt“, wie Franz-Josef Sitta während der Einwohnerfragestunde im Ausschuss anmerkte. Zumal „ein Empfang ja okay ist, aber was sollen der Frühschoppen und der Ball zum 140. Geburtstag der Feuerwehr?“ Es würde nicht alles bezuschusst, sagte Krämer. „Aber die NDR-Sommertour zum Beispiel kriegen wir nur gegen einen Beitrag.“ Die Insel-Lichter zahle aber der Kreis, sagte Döpke. Auch die Marktmusik soll der Stadt wenig kosten, wie Marcel Holz (Tourismusbüro) erklärte. „Die Musiker spielen ohne Gage. Wir übernehmen nur die Gema-Gebühren, den Strom sowie den Auf- und Abbau der Bühne.“

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