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Barmstedter Zeitung

18. Oktober 2017 | 19:27 Uhr

350 Menschen setzen Zeichen gegen Rechts

vom

shz.de von
erstellt am 02.Mai.2013 | 01:14 Uhr

Elmshorn | Für bessere Arbeitsbedingungen und um ein Zeichen gegen den befürchteten Neonazi-Aufmarsch in Elmshorn zu setzen, demonstrierten gestern 350 Menschen in der Elmshorner Innenstadt. Das Motto der traditionellen Demo am 1. Mai war in diesem Jahr "Gute Arbeit, sichere Rente, soziales Europa". Der befürchtete Aufmarsch der rechten Szene blieb indes aus.

Um 10 Uhr setzte sich der Demonstrationszug vor dem Gewerkschaftshaus an der Schulstraße in Bewegung, wenig später erreichte er den Kundgebungsort am Alten Markt. Dort erinnerte der DGB-Kreisverbandsvorsitzende Peter Ladehoff insbesondere an den 2. Mai 1933: Heute vor 80 Jahren wurde das Elmshorner Gewerkschaftshaus von den Nazis gestürmt, die Gewerkschaften verboten.

Bürgermeisterin Brigitte Fronzek mahnte, dass Arbeitnehmer sich auch künftig für bessere Arbeitsbedingungen einsetzen müssten. "Die Regierung will den Kauf von Steuer-CDs verbieten", damit schütze sie diejenigen, die "ein Zehntel dessen zahlen, was sie zahlen müssten. Um Mindestlohn wird sich diese Regierung nicht kümmern", so Fronzek.

"Weg mit dem Niedriglohnsektor, wir brauchen existenzsichernde Arbeitsplätze", forderte Ulrich Praefke, der stellvertetende Landesleiter der Gewerkschaft verdi.Nord. Auch eine Anti-Streß-Verordnung sei in Hinblick auf psychische Belastung so überfällig, wie gleiche Bezahlung von Männern und Frauen sowie die Abschaffung der Rente mit 67. Praefkes Appell an die Arbeitgeber: "Schaut auf die jungen Menschen, bildet aus, statt euch über selbstverschuldeten Fachkräftemangel zu beklagen." Vor dem Hintergrund der befürchteten Nazi-Demo forderte er ein NPD-Verbot - dass gestern keine Nazis aufmarschierten, sei ein Erfolg des Bündnisses gewesen.

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