Barmstedt : 25 Jahre Humburg-Haus

Beim White Dinner ist der Name Programm: Wer mitessen wollte, zog weiße Oberbekleidung an.
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Beim White Dinner ist der Name Programm: Wer mitessen wollte, zog weiße Oberbekleidung an.

Die Bürgerbegegnungsstätte hat sich fest im Barmstedter Stadtleben etabliert und bietet einen Treffpunkt für Kulturinteressierte.

shz.de von
03. September 2018, 16:00 Uhr

Barmstedt | Das Humburg-Haus, mit seinen 235 Jahren eines der ältesten Gebäude in Barmstedt, wird seit 25 Jahren als Bürgerbegegnungsstätte genutzt. Anlass genug für die Stadt Barmstedt als Eigentümer und den Humburg-Haus Verein als Gestalter, geladene Gäste zu einem Empfang und danach alle Bürger zu einem Tag der offenen Tür einzuladen. Nach einer musikalischen Einstimmung durch Heike Pünner am Klavier freute sich Bürgermeisterin Heike Döpke (parteilos), dass viele der Einladung gefolgt waren. „Das Humburg-Haus ist ein fester Bestandteil des Barmstedter Lebens geworden. Mit der vielfältigen Verwendung etwa durch Sitzungen, Gesang, Tanz, Bingo und Schauspiel haben viele Bürger dieses Haus kennen- und lieben gelernt. Auch Heiraten ist hier möglich“, so Döpke. In ihrem Rückblick dankte sie dem Fotografen Peter Steenbuck. „Er hat die ersten fünf Jahre den Umbau des alten Gebäudes begleitet und in Bildern festgehalten.“ Ihren Dank richtete sie zudem an alle an der Feier Beteiligten. Das war außer den örtlichen Bäckereien und Baum-schulen auch der Fotokreis Barmstedt, der im Nebengebäude eine Ausstellung mit 21 Bildern präsentierte. Diese Fotografien sind auch an den beiden folgenden Samstagen noch von 10 bis 12 Uhr zu sehen.

Rolf Klose, Vorsitzender des Kulturvereins Pfiff schildert seine Freude über das Haus so: „Wir haben seit 2005 mehr als 100 Veranstaltungen hier durchgeführt. Das waren mehr als 10 000 Besucher, von denen mehr als die Hälfte von auswärts kommen. Viele sind überrascht von der Schönheit des Humburg-Hauses. Dieses Haus und Kultur – das passt wie die Faust aufs Auge.“

Der erste Vorsitzende des Humburg-Haus Vereins Jörg Dittmer stellte in seiner Rede zunächst fest: „Wir sind die erste Generation, die den Stifter Ernst-Heinrich Humburg nicht persönlich gekannt haben. Das ist Chance und Risiko zugleich. So stellt sich uns immer wieder die Frage, handeln wir noch im Sinne von Humburg“, sagte Dittmer. Pro Jahr gebe es 85 Nutzungen.

Da das Nebengebäude jetzt verstärkt durch den Fotokreis genutzt wird, soll ein neuer Name gefunden werden. Das Haus in der Chemnitzstraße 12, wo bis Mitte der 80er-Jahre noch die Polizeistation ihren Sitz hatte, soll eine gute Bezeichnung erhalten. „Lassen Sie uns ihre Vorschläge hierfür wissen“ rief Tanja Becker, die zweite Vorsitzende des Vereins, die Anwesenden zu kreativen Namen auf, die sie auch gleich einsammelte.

Nach dem Empfang stand das Haus für alle Bürger zur Besichtigung offen, und viele folgten der Einladung zu Kaffee und Kuchen. Auch der Pop-Chor Rhythm & Voices nutzte den Nachmittag, um einen musikalischen Dank zu entrichten. „Unsere Proben finden seit 22 Jahren hier statt. Wir sind so etwas wie die Humburg-Voices“, stellte Corrie Naundorf in ihrer Moderation fest. „Mit dem Stück Viva la vida – also: Genieße das Leben – folgen wir dem Aufruf von Herrn Humburg und danken ihm mit den Stück „Holy. Holy Holy“. Einen stimmungsvollen Abschluss des Festes bildete das anschließende White Dinner, zu dem sich Besucher mit weißer Oberbekleidung an den bereitgestellten Tischen trafen und den Tag auf diese Weise ausklingen ließen.

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