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Schwimmer schaffen 581 Kilometer : 18-Stunden-Schwimmen in der Barmstedter „Badewonne“

vom
Aus der Redaktion der Barmstedter Zeitung

191 Teilnehmer beim 18-Stunden-Schwimmen in der Barmstedter „Badewonne“. Athleten rund um die Uhr im Wasser.

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erstellt am 09.Okt.2017 | 12:30 Uhr

Barmstedt | Bei dem 18-Stunden-Schwimmen für alle der DLRG Barmstedt haben 191 Sportler insgesamt 581,6 Kilometer in der Barmstedter „Badewonne“ zurückgelegt. „Das sind 160 Kilometer mehr als im vergangenen Jahr bei dem 24-Stunden-Schwimmen“, sagte Christian Kneipp von der DLRG freudestrahlend. Gemeinsam mit Ehefrau Daniela hatte er das Ereignis organisiert. Viele freiwillige Helfer sorgten dafür, dass die Veranstaltung reibungslos ablief.

Nicht nur in Staffeln oder Mannschaften gingen die Teilnehmer beim Marathon-Schwimmen an den Start. Auch Familien und Einzelpersonen waren unterwegs. Vor dem Beginn am Freitagabend gab es aufgeregtes Gewusel im Eingangsbereich der Schwimmhalle. Eltern brachten ihre Kinder vorbei. Die 6a und 5c des Carl Friedrich von Weizsäcker-Gymnasiums nahmen teil, ebenso die örtliche Feuerwehr.

Um 21 Uhr gab Henning Behrens als Vertreter der Stadt den lang erwarteten Startschuss. Der galt vor allem den 18-Stunden-Staffeln. Mit dabei waren Leonie (13), Rebecca und Daniel (beide 14) sowie vier weitere Freunde von der Elmshorner DLRG, die permanent jemanden im Wasser haben mussten. Sie wurden knapp von der Staffel der Goldies von der Ausrichter-DLRG geschlagen, die mit zwölf Teilnehmern 1100 Meter mehr als die Elmshorner schafften.

Weitere Teilnehmer trudelten nachts, im Morgengrauen oder am Sonnabendvormittag ein. Tanja Schwindt-Urbanczyk (42) aus Elmshorn schaffte als Einzelperson die Rekordzahl von 20 Kilometern. Sie sprang Sonnabendmorgen um 5.15 Uhr in das warme Wasser und schwamm mit einer längeren Pause bis 14.15 Uhr. „Es war schön, aber ich musste meinen inneren Schweinehund überwinden“, sagte sie.

Die Goldies der DLRG Barmstedt waren die Staffeln, die die meisten Kilometer zurücklegte.
Die Goldies der DLRG Barmstedt waren die Staffeln, die die meisten Kilometer zurücklegte. Foto: Helga Pergande
 

Samuel (11) aus Hamburg war im vergangenen Jahr 240 Bahnen in fünf Stunden geschwommen. Seine Mutter half als Zählerin am Beckenrand aus. Samuel kletterte nach viereinhalb Stunden um 1.30 Uhr aus dem Wasser. „Hat Spaß gemacht, im Auto nach Hause bin ich eingeschlafen“, erzählte er am nächsten Morgen. Die „Herrmänner“ aus Heede gewannen bei den Familien. Tanja und Kay Herrmann waren mit den Kindern Kjell (16), Neele (14) und Aaron (12) angetreten und schwammen insgesamt 34  250 Meter. Mit dabei war auch die Familie Strade aus Elmshorn mit Mutter Corinna, die Kinder Ake und Jonte (beide sieben) sowie Oma Carin (72). „Discomusik und Cocktails haben die Schwimmer aufgemuntert, zeitweise schwammen 43 Leute im Wasser und zwölf Leute auf einer Bahn“, zog Kneipp Bilanz.

Bis zwei Uhr nachts sei viel los gewesen, selbst um 5 Uhr morgens waren noch zehn Schwimmer im Wasser, so Kneipp weiter. „Ohne die Sponsoren aus Barmstedt und Umgebung wäre die Schwimmnacht nicht durchführbar gewesen.“

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