Drei Tage Sommerparty : „18. Headbangers Open Air“ in Brande-Hörnkirchen

Furioser Gig am Vormittag: Die brasilianische Frauenband „Nervosa“ begeisterte mit Thrash-Metal.
Furioser Gig am Vormittag: Die brasilianische Frauenband „Nervosa“ begeisterte mit Thrash-Metal.

Harte Riffs, viel Spaß und Frauenpower. Auf der Running Order fanden sich Top Acts wie „D.A.D.“, „Flotsam And Jetsam“, „Death Angel“ und „Satan“ ein.

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27. Juli 2015, 10:00 Uhr

Brande Hörnerkirchen | Wie ein Orkan zog das 18.  „Headbangers Open Air“-Festival (H.O.A.) über das Veranstaltungsareal der Familie Tegelhütter in Brande-Hörnerkirchen, wo an drei Tagen in der vergangenen Woche für rund 1000 Hardrock- und Heavy-Metal-Fans aus allen Teilen der Welt nahezu paradiesische Verhältnisse herrschten. Kein Wunder, denn es gab (fast) nur schönes Wetter und mehr als 20 internationale Bands waren an der Schierenhöhe am Start – größtenteils aus den USA und England, aber auch aus Deutschland, Frankreich und Dänemark.

Auf der Running Order fanden sich Top Acts wie „D.A.D.“, „Flotsam And Jetsam“, „Death Angel“ und „Satan“. Dabei erstaunlich: In der für lange Zeit nahezu ausschließlich von Männern beherrschten Metal-Welt verschafft sich das zarte Geschlecht im wahrsten Sinne des Wortes immer mehr Gehör. Das wurde durch zwei überzeugende Auftritte der Frauenbands „Nervosa“ und „Rock Goddess“ deutlich. Beide Trios verstanden es, das Publikum jeweils ab dem ersten Akkord zu begeistern und wurden genauso abgefeiert wie ihre männlichen Kollegen.

„Nervosa“, die am Freitag um 12 Uhr als erste Band auf die Bühne ging, spielte bei diesem für Metal-Fans sehr frühen Termin sogar schon vor vollem Haus. „Die sind einfach super. Da lohnt sich das frühe Aufstehen“, scherzte Patrick Gorning (39), der mit zwei Freunden aus Rostock angereist war und das H.  O.A  . ohnehin „tausendmal besser“ als das „Wacken Open Air“ findet, das mittlerweile viel zu groß geworden sei.

„Hier ist es einfach viel familiärer. Wenn man neue Leute kennengelernt hat, kann man diese auch schneller wieder finden“, betonte Saskia Schmidt (25) aus Bremerhaven. Das H.  O.  A. sei ein kleines, aber feines Festival und mittlerweile auch weltweit bekannt. Das bestätigte auch Götz Kühnemund (49), der seit vielen Jahren immer mal wieder vor Ort ist. „Das H.  O.A  . besitzt in der Szene einen sehr hohen Stellenwert. Es gehört bei den Festivals mit bis zu 3000 Besuchern zu den beliebtesten überhaupt“, sagte der ehemalige Chefredakteur des Magazins „Rock Hard“ und Herausgeber von „Deaf Forever“.

Die manchmal aufkeimende Anregung, dass die relativ kleine Bühne in Höki, die aus einem ehemaligen Schuppen entstand, durch eine moderne ersetzt werden sollte, weist Kühnemund zurück. „Nein, die muss bleiben. Sie ist einfach Kult. Wer hier spielt, weiß das auch. Der Sound ist gut, und so bleibt der Touch der Gartenparty erhalten“, so Kühnemund.

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