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Bargteheide Zauberhafter Auftritt zum Jubiläum

Von Manfred Giese | 09.11.2010, 09:07 Uhr

Bargteheides "Kleines Theater" war bereits Tage zuvor ausverkauft, die 350 Besucher - unter ihnen auch die beiden Ehrenbürger Karl Eduard Claussen und Kurt Iden sowie die "Stadtoberen" - waren begeistert: Mit der Bargteheider Premiere des Kinder-Musicals "Der kleine Riese Gernegroß" von Edith Nothdorf feierte die städtische musikalische Früherziehung ihr 40-jähriges Bestehen.

Gleichzeitig erhielt diese beliebte Einrichtung offiziell den Namenszusatz ihrer Gründerin und langjährigen Leiterin und heißt jetzt offiziell "Städtische Musikschule Edith Nothdorf / musikalische Früherziehung". Die Musikpädagogin Edith Noth dorf war im August 2009 im Alter von 75 Jahren verstorben.

14 Monate lang hatten 82 Kinder ab dreieinhalb Jahren mit zahlreichen "Ehemaligen" sowie dem Chor der Carl-Orff-Schule unter Leitung von Beate Koch geprobt. Etliche Eltern schneiderten die hübschen Kostüme oder bewerkstelligten die Bühnendekoration. Heraus kam eine "bezaubernde" Aufführung aus einer Welt der Fabelwesen, Sternenkinder, Zwerge und Riesen. Die Hauptrolle als "Riese Gernegroß" spielte Nils Bollenbac (9). Als Fabelwesen "Ruppldiputz" überzeugte Lucy Nagel (10). Riesenbeifall gab es für die gesamte Heerschar der Mitwirkenden.

Bevor die Kantorei der evangelische Kirchengemeinde Bargteheide unter Leitung von Jeanette Gründlings mit einigen Stücken von Edith Nothdorf den musikalischen Abschluss der Jubiläumsveranstaltung setzte, nahmen Bürgervorsteher Horst Kummereincke und Bürgermeister Dr. Henning Görtz die offizielle Namensgebung vor. In Anwesenheit von Georg Nothdorf, Ehemann der verstorbenen Musikpädagogin, überreichten sie der Leiterin der Musikalischen Früherziehung, Beate Koch, ein großes Schild, das an der Carl-Orff-Grundschule angebracht werden soll.

Horst Kummereincke würdigte das Wirken Edith Noth dorfs, die mit ihrem sogar ins Russische übersetzten Lehrwerk "Singen und Spielen für Kinder" - längst als "Bargteheider Modell" bekannt und praktiziert - schon vor Jahrzehnten bundesweit eine Vorreiterrolle in der spielerisch betriebenen musikalischen Früherziehung einnahm.

Waren es in den ersten beiden Jahrzehnten durchschnittlich 100 Absolventen jährlich, so hat sich diese Rate in den letzten 20 Jahren auf durchschnittlich 140 Musikschul-Kinder pro Jahr eingependelt, die die musikalischen Früherziehung durchlaufen.