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Bargteheide Was Bürger sich zur Mobilität in der Stadt wünschen

Von vst | 12.02.2020, 11:01 Uhr

Grüne stellen ihren ausgewerteten Infoflyer „Sichere Schulwege“ vor und laden zu einem Diskussionsabend ein.

Die Rathausstraße verkehrsberuhigt, die Radwege in gutem Zustand – diese beiden Wünsche stehen oben an, wenn die Bargteheider zur Verbesserung der Mobilität in ihrer Stadt befragt werden. „Mehr als 100 Bürgerinnen und Bürger haben ihre Ideen und Kritikpunkte aufgeschrieben und in unseren Briefkasten geworfen“, freut sich Ruth Kastner, Fraktionsvorsitzende der Bargteheider Grünen, über die Resonanz auf den Info-Flyer zu „Sicheren Schulwegen“. Dazu findet ein Diskussionsabend statt: Montag, 17. Februar, 19.30 Uhr, im Restaurant im Seniorendorf, Bahnhofstraße 32.

 

Kritik: Schlechte Pflege und Anbindung

Der schlecht gepflegte Radverkehr in der Stadt und ins Umland ist das große Thema: Rund 67 Prozent der Rückmelder wünschen sich gute Radwege. Vorherrschend ist die allgemeine Klage über nicht vorhandene, nicht durchgehende oder schlecht gekennzeichnete Radwege, über fehlende Abstellmöglichkeiten vor Geschäften und am Bahnhof. Stress und Angst fahren mit, wenn Radfahrer die Straße benutzen müssen und von schnellen Autos hautnah überholt werden. Der zugeparkte Tremsbütteler Weg und die Voßkuhle werden mehrfach genannt.

Mehr Sicherheit für Radler und Fußgänger

„Ich wünsche mir bessere Radwege und mehr Sicherheit für Radfahrer. Mit dem Rad muss ich ständig zwischen Straße, Radweg, Fußweg wechseln, ohne irgendwo richtig hinzugehören. Radwege sollen eindeutig und einheitlich sein“, so ein Beitrag. Auch für Fußgänger sind manche Wege – etwa die Baumschulenstraße oder Wurth – Stolperfallen, vor allem, wenn Menschen mit Rollator oder Kinderwagen unterwegs sind. Klage gibt es über diejenigen Radfahrer, die die Verkehrsregeln nicht einhalten, die zu schnell, auf dem Fußweg, auf der falschen Seite oder ohne Licht unterwegs sind und andere Menschen verunsichern.

Forderung nach mehr Kontrollen

Da brauche es bessere Kontrollen – nicht nur der Radfahrer, sondern auch der Falschparker und Raser, ist eine andere, oft aufgeschriebene Forderung. Ebenso gibt es den Wunsch nach mehr Tempo- 30-Zonen. Beruhigen und sicherer machen – das betrifft vor allem die Rathausstraße.

Rund 64 Prozent wünschen sich eine verkehrsberuhigte Rathausstraße. Die sollte Fußgängerzone, Einbahnstraße, Tempo-30-Zone „shared space“, also gemeinsamer Raum, werden. Es müsste gebührenpflichtige Parkplätze geben.

„Toll wären weniger Autos in der Rathausstraße und mehr Parkplätze am äußeren Rand mit Transfermöglichkeit.“
Diskussionsbeitrag zur Mobilität in Bargteheide

Der Appell zu mehr Rücksicht fehlt nicht. „Am wichtigsten ist für mich die gegenseitige Toleranz“, schreibt jemand. „Rücksicht aller Verkehrsteilnehmer aufeinander, auf die Schwächsten zuerst“, wünscht sich eine andere. „Viele dieser Wünsche sind nicht neu. Es wird Zeit sie umzusetzen“, fordert Ruth Kastner.