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Sammelaktion zu Weihnachten Nach 20 Jahren: Boris Georgiev sammelt ein letztes Mal Spenden für Máteszalka

Von Stormarner Tageblatt | 28.10.2019, 16:55 Uhr

Máteszalka liegt im armen Nordosten Ungarns. Seit 20 Jahren werden zu Weihnachten Sachspenden in die Region geschickt.

Zum letzten Mal rufen Boris Georgiev und Udo Balandis dazu auf, Bekleidung, Schuhe und Spielsachen für die Nordungarische Stadt Máteszalka und die umliegenden Gemeinden zu spenden und Weihnachtskartons zu packen.

Mehr Informationen:

Info

Spendensammelaktion am 16. November in Bargteheide und 17. November in Ahrensburg. Details siehe unten.

Seit die Violinistin Prof. Nelly Söregi-Wunderlich im Dezember 2000 das erste Mal Spenden für Máteszalka gesammelt hat, ist die Spendenaktion über die Jahre mehr und mehr gewachsen. Was als kleine Aktion im Freundes- und Bekanntenkreis begonnen hat, hat sich zu einem Umfangreichen Hilfsprojekt entwickelt. Statt – wie anfangs – einem Sprinter, fahren jedes Jahr zu Weihnachten inzwischen zwei 40-Tonner voll Sachspenden in die ungarische Region um Máteszalka.

Der äußerste Nordosten Ungarns ist eine der ärmsten Gegenden des Landes. Kaum Landwirtschaft, wenig Industrie, die Hälfte der Bevölkerung hat kein geregeltes Einkommen. Viele Arbeitslose werden von der Bürgermeisterin zu Arbeiten für das Gemeinwohl eingeteilt und bekommen dafür Lebensmittel und Brennholz. Seit dem EU-Beitritt Ungarns hat sich die Situation noch verschärft, so müssen z. B. vom Krankenhaus kostenintensive EU-Richtlinien umgesetzt werden. Hilfe ist daher nach wie vor notwendig.

Die letzte Spendenaktion

2004 verstarb die Initiatorin der Aktion und ihr Sohn Boris Georgiev (49) führte das Projekt weiter. Erst alleine, später mit Kirsten Langhans und Udo Balandis, die weitere Sammelstellen in Tremsbüttel und Bargteheide eingerichtet haben. Diese haben nun jedoch ihren Rückzug aus der Sammelaktion angekündigt. Alleine kann Boris Georgiev das Projekt nicht weiterführen. Deshalb kam der Entschluss: Diese Sammelaktion wird die letzte sein.

Besonders Wintersachen werden gebraucht

Gesammelt werden Kinder- und Erwachsenenkleidung, besonders Wintersachen, außerdem Schuhe und Spielsachen sowie Kuscheltiere. Aber auch Gehhilfen, Rollstühle und Rollatoren werden stets gebraucht. Alle Sachen sollten sauber und in gutem Zustand sein. Außerdem können haltbare Lebensmittel abgegeben werden.

Nicht mitgenommen werden Bücher, elektrische Geräte, Küchenutensilien sowie Zerbrechliches wie Geschirr und Gläser.

Spenden in Bananenkartons verpacken

„Wichtig ist, dass die Spenden in Bananenkartons verpackt werden, denn nur diese lassen sich einheitlich stapeln und sind stabil genug. Und nochmals der Appell: Bringen Sie uns bitte nur Sachen in gutem Zustand. Wir können nicht in jeden Karton sehen, so gelangen leider immer wieder Sachen nach Ungarn, die müllreif sind und dort gleich aussortiert werden. Dafür ist der Platz auf dem LKW zu kostbar", sagt Boris Georgiev.

Weihnachtspakete für Kinder

Auch Schuhkartons mit Weihnachtsgeschenken für Kinder werden wieder gesammelt. Hier dürfen neue Sachen für einzelne Kinder hinein: Kleine Spielsachen, Kleidung, Hygieneartikel und Süßigkeiten. Der Wert sollte zehn Euro nicht übersteigen. Auf dem Karton sollte vermerkt sein, ob das Geschenk für einen Jungen oder ein Mädchen ist sowie die ungefähre Altersgruppe.

Spenden für Fahrtkosten

Wie immer sind auch Spendendosen für die Fahrtkosten aufgestellt. Dieses Jahr sind sie besonders wichtig, da ein großer Teil der Transportkosten privat aufgebracht werden muss.

Hier können die Spenden abgegeben werden: 

Bargteheide(Udo Balandis, 04532/976388) Wo? Am Redder 10 Wann?Am Samstag, 16. November, von 9 bis 17 Uhr
Ahrensburg (Boris Georgiev, 0171/382 74 53) Wo?Schlehenstieg, im Drehkreis Wann?Am Sonntag, 17. November, von 11 bis 17 Uhr