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Ahrensburg Der Wald ist uns genug

Von st | 16.09.2011, 09:06 Uhr

Ahrensburgs Bürgermeister zu Besuch beim Awo-Kindergarten / Die Kleinen zeigten Michael Sarach ihre Spielstätten

Der Wald ist uns genug. Das wollten die Waldzwerge dem Bürgermeister von Ahrensburg zeigen. Am "Hexenhaus", wie einer der Unterstände im Hagener Forst von den Kleinen genannt wird, empfingen die drei- bis sechsjährigen Kinder des Awo-Waldkindergartens Michael Sarach.

Viel brauchen sie hier nicht, um glücklich zu sein. Davon konnte sich Sarach überzeugen, denn in einem Waldkindergarten ist weniger mehr. Die Natur soll eine Fülle an unterschiedlichen Materialien, Bewegungs- und Erfahrungsmöglichkeiten bieten.

Michael Sarach erlebte so einiges bei seinem Besuch: Unter anderem baute er zusammen mit dem kleinen Henri einen Carport aus gesammelten Stöcken für seine Spielzeugautos.

Ob am "Hexenhaus", am "Rumpelplatz", am "Teichplatz" oder am verwunschenem "Froschkönigplatz" - die Kinder sollen die Ruhe im Wald erfahren , die Stimmen des Waldes hören, seinen Duft einatmen, die Sonne genießen und Regen und Wind trotzen.

Vielfältige Bewegungsanreize werden bereits durch das Gelände geboten. Das Umfeld soll Anregungen zu immer neuen Spielen geben. Körper und Geist bleiben also immer in Bewegung.

Beim Besuch des Bürgermeisters wurde deutlich: Sarach ist ein Naturbursche. Denn Jessica von Leliwa, Leiterin des Kindergartens, musste einige Anläufe unternehmen, um den Bürgermeister aus dem Wald in das Jugendhaus Am Hagen zu lotsen. Er schien sich zwischen den spielenden Kindern im Wald wohl zu fühlen und nahm sich Zeit für die Anliegen der Kleinen.

Die Waldzwerge sind aufgrund ihrer auf 12 Uhr begrenzten Betreuungszeit

nicht ausgelastet. "Das ist ein grundsätzliches Problem in der Vergabe der Plätze in Ahrensburg und muss politisch gelöst werden", sagte Sarach. Um die besondere Stellung des Waldkindergartens weiß der Verwaltungschef, der aber auch deutlich machte, dass er die Vielfalt im Kinderbetreuungs-Angebot Ahrensburgs erhalten wolle.