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Selbstbewusst Das Finale im Visier

Von Redaktion shz.de | 05.05.2018, 07:07 Uhr

Der TSV Trittau trifft heute im Final-Four um die Deutsche Badminton-Meisterschaft auf den 1. BC Beuel.

Für den TSV Trittau steht das wichtigste Spiel des Jahres an. Heute tritt die Badminton-Delegation der Stormarner erneut im Final Four um die Deutsche Meisterschaft an – kein Neuland für Nikolaj Persson und Co.: Nachdem die Stormarner im vergangenen Jahr noch ihre Premiere auf dem Halbfinalparkett gefeiert haben, stellt sich mittlerweile eine gewisse Routine beim gesamten Team ein. „Wir wissen jetzt schon, wie das alles ungefähr abläuft. Deswegen habe ich diesmal auch frühzeitig die Halle für ein Training am Samstagvormittag gebucht, was wir im letzten Jahr nicht hatten“, erzählt Sabina Persson, Badminton-Spartenleiterin beim TSV Trittau, welche Erfahrungen aus vergangenem Sommer ihrem Team in diesem Jahr einen Vorteil verschaffen sollen.

Auch die Gefühle der Trittauer hinsichtlich der Chancen auf einen Einzug ins Endspiel sind von Optimismus geprägt. Bereits kurz nach dem Herzschlag-Viertelfinale gegen den SC Union Lüdinghausen, das die Stormarner mit 4:2 gewannen, sagte Matchwinner Jonathan Persson: „Im Final Four ist alles möglich. Wir haben gute Chancen auf den Titel.“

Auch Sabina Persson schätzt die Voraussetzungen besser ein als in der vergangenen Spielzeit. „Wir haben in fast jedem Saisonspiel mindestens einen Punkt geholt. Das zeigt, dass wir gegen jeden Gegner die Partien eng gestalten können und jede Mannschaft schlagen können“, bekräftigt die Spartenleiterin und stellt das Selbstvertrauen des TSV deutlich zur Schau.

Allerdings: Es gibt tatsächlich eine Mannschaft, gegen die der TSV Trittau im Saisonverlauf der 1. Bundesliga in einem Ligaspiel leer ausging – den 1. BC Bonn-Beuel, den heutigen Halbfinalgegner. Seinerzeit verloren die Trittauer das Rückspiel in Bonn mit 2:5. Das Hinspiel jedoch war mit 6:1 an die Stormarner gegangen. In beiden Partien hatte jeweils die unterlegene Mannschaft mit Personalproblemen zu kämpfen, weshalb die Karten im Halbfinale komplett neu gemischt werden. Denn Personell werden die Trittauer voraussichtlich in Bestbesetzung antreten können. Nikolaj Persson laborierte zuletzt zwar an Leistenproblemen, die ihn aber nicht außer Gefecht setzen dürften. „Daher sehe ich die Chancen auch bei 50:50. Wenn wir so spielen wie im Viertelfinale, werden wir ins Finale einziehen. Die Mannschaft hält mittlerweile mentalen Druck deutlich besser aus, was ein wichtiger Faktor ist. Mein Bauchgefühl sagt mir, dass wir ins Endspiel kommen“, sagt Sabina Persson.

Sollte der TSV Trittau sein Ziel erreichen, warten im Finale entweder der 1. BC Saarbrücken-Bischmisheim oder der TV Refrath, die das zweite Halbfinale unter sich ausspielen.

Gespielt wird heute ab 16 Uhr in der Joachim-Deckarm-Halle in Saarbrücken. Sollten die Trittauer ins Finale einziehen, geht es am Sonntag um 14 Uhr weiter. Andernfalls müssen sie bereits um 10 Uhr im Spiel um Platz drei antreten.