zur Navigation springen

Landgericht Kiel : Banküberfall in Norderstedt: Männer vor Gericht

vom

Sie sollen versucht haben, eine Bank in Norderstedt zu überfallen. Doch bevor die beiden Männer das Gebäude betraten, wurden sie von der Polizei gefasst.

shz.de von
erstellt am 25.Nov.2014 | 16:27 Uhr

Kiel | Zwei junge Männer müssen sich seit Dienstag vor dem Landgericht Kiel wegen versuchten schweren Raubes verantworten. Sie sollen im April dieses Jahres in Norderstedt versucht haben, eine Bank zu überfallen, heißt es in der Anklage. Dazu habe sich der 26-Jährige zunächst der Bank genähert, während sein ein Jahr jüngerer Komplize in etwa 80 Meter Entfernung in einem kleinen Wäldchen gewartet haben soll. Er hatte einen geladenen Schreckschussrevolver und zwei Stoffbeutel dabei.

Das Pech für die Männer: Sie sollen am Abend zuvor vor Bekannten gesagt haben, dass sie die Bank überfallen wollen. Einer der Bekannten hatte daraufhin noch in der Nacht der Polizei von dem Plan erzählt. Einsatzkräfte von SEK und MEK legten sich vor und in der Filiale auf die Lauer. Als sich der Ältere der Bank näherte, hieß es Zugriff: Zwei Beamte des Spezialeinsatzkommandos kamen aus der Bank und nahmen ihn fest.

Den anderen Angeklagten schnappten sich Mitglieder des Mobilen Einsatzkommandos. So schilderten es Beamten vor Gericht. Man habe sich aus taktischen Gründen für den Zugriff entschieden, sagte der verantwortliche Gruppenführer des SEK. Es sei ersichtlich für seine Leute gewesen, dass der Überfall unmittelbar bevorstehe. Man habe nicht riskieren wollen, dass unbeteiligte Personen geschädigt würden.

Die Angeklagten wollten sich in der Hauptverhandlung zunächst nicht zu den Vorwürfen äußern, hatten bei der Polizei aber angegeben, die Bank nicht ausrauben zu wollen. Vielmehr wollte der 26-Jährige seinen damaligen Aussagen zufolge mit dem Bus von der Haltestelle neben der Bank zu seinen Eltern fahren, um Geld zu holen. Er musste noch eine Strafe zahlen, um nicht ins Gefängnis zu müssen. Der jüngere Mann habe die Bank alleine überfallen wollen.

Dieser wiederum hatte in seiner Vernehmung gesagt, dass mit dem Banküberfall am Vorabend nur gesagt zu haben, weil die anderen nervten. Er sei erst wenige Tage vorher aus dem Gefängnis entlassen worden und habe keinen Raub geplant. Die Waffe habe er zur Sicherheit immer dabei. Der Prozess soll am Mittwoch fortgesetzt werden. Insgesamt sind sechs Verhandlungstage bis zum 8. Januar 2015 geplant.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen